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Kurznachrichten
Aufnahmestopp
13.11.2015
Nach der partiellen Schließung der schwedischen Grenzen für Flüchtlinge verhängt das erste deutsche Bundesland einen Aufnahmestopp.

EU oder Krieg
09.11.2015
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnt vor einem Zerfall der EU.

Neue Lager
15.09.2015
Die Innenminister der EU haben sich auf Maßnahmen geeinigt, die Flüchtlinge aus Deutschland fernhalten sollen.

Krieg in Europa?
24.09.2014
Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt warnt vor einem neuen Krieg in Europa.

Verletzte ausgeflogen
03.09.2014
Die Bundeswehr hat 20 verwundete Kämpfer aus der Ukraine zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen.

Außen und innen
26.08.2014
Der deutsche Außenminister moniert eine mangelnde Zustimmung in der Bevölkerung für eine offensive deutsche Weltpolitik.

Die Verantwortung Berlins
20.05.2014
Der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen erhebt im Konflikt um die Ukraine schwere Vorwürfe gegen Berlin.

"Ein gutes Deutschland"
30.04.2014
Das deutsche Staatsoberhaupt schwingt sich zum Lehrmeister der Türkei auf.

Die Dynamik des "Pravy Sektor"
11.03.2014
Der Jugendverband der NPD kündigt einen "Europakongress" unter Beteiligung des "Pravy Sektor" ("Rechter Sektor") aus der Ukraine an.

Der Mann der Deutschen
18.02.2014
Die deutsche Kanzlerin hat am gestrigen Montag zwei Anführer der Proteste in der Ukraine empfangen.

Zwei Wege - Eine Katastrophe: Übereinstimmungen und Unterschiede in deutschen Europakonzepten, für die Wolfgang Schäuble und Jürgen Habermas stehen. Flugschrift No. 1 von Hans-Rüdiger Minow. Januar 2016. Als e-book (10,- Euro) oder in Print (18,90 Euro). Flugschrift hier bestellen.
Drei Fronten (II)
27.07.2017
WASHINGTON/BERLIN/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Berlin und Brüssel ziehen entschlossene Gegenmaßnahmen gegen den jüngsten US-Gesetzentwurf zur Verschärfung der Russland-Sanktionen in Betracht. Der Entwurf, der die russische Wirtschaft umfassend attackiert und einer ökonomischen Kriegserklärung an Moskau gleichkommt, trifft in erheblichem Maß auch deutsche Interessen - insbesondere die deutsch-russische Erdgaskooperation. Zudem droht er bestehende politische Spaltungen in der EU . . .

Versteckter Wirtschaftskrieg
26.07.2017
BERLIN
(Eigener Bericht) - Bundesdeutsche Kreditinstitute verweigern sich auf internationaler Ebene beharrlich einer strengeren Bankenregulierung. So stocken die Verhandlungen des "Baseler Ausschusses für Banken-Aufsicht" seit Monaten, weil die Deutsche Bank und andere Finanzinstitute sich mit Unterstützung der Bundesregierung beharrlich dagegen wehren, ihre Kreditgeschäfte mit mehr Eigenkapital abzusichern. Sie befürchten ökonomische Nachteile vor allem gegenüber der Konkurrenz . . .

Deutschlands Beitrag zur Bombe
05.07.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die Modernisierung der inzwischen in neun Staaten vorhandenen Kernwaffen, die über die "nukleare Teilhabe" auch Deutschland betrifft, schreitet laut einer aktuellen Analyse des Forschungsinstituts SIPRI rasch voran. Zwar habe die Gesamtzahl der atomaren Sprengköpfe zuletzt leicht abgenommen, teilt SIPRI mit; doch seien etwa die neuen US-Bomben ("B61-12") erheblich zielgenauer als die bisherigen . . .

Stahlstreit, nächste Runde
28.06.2017
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der EU um Stahllieferungen in die USA droht zu eskalieren. US-Handelsminister Wilbur Ross hat einen für gestern angekündigten Besuch in Berlin in letzter Minute abgesagt; Gegenstand seiner Gespräche in der deutschen Hauptstadt sollten insbesondere die Strafzölle sein, die die Trump-Administration gegen Stahlimporte aus mehreren Staaten, . . .

Das Ende einer Ära
30.05.2017
BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit umfassendem Beifall reagiert das Berliner Polit-Establishment auf die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer eigenständigen Machtpolitik der EU. "Wir Europäer müssen unser Schicksal in die eigene Hand nehmen", hatte Merkel am Sonntag verlangt. Es gebe eine spürbare "Veränderung im Kräfteverhältnis in der Welt", äußert nun Außenminister Sigmar Gabriel und spricht . . .

Geballte Marktmacht
27.04.2017
LEVERKUSEN
(Eigener Bericht) - Heftige Proteste begleiten die bevorstehende Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto durch die deutsche Bayer AG. Bayer, bereits jetzt eines der größten deutschen Unternehmen, wird seine Marktmacht durch die Übernahme noch weiter ausbauen können: Wenn der Deal wie geplant Ende 2017 abgeschlossen ist, wird Bayer unter anderem 25 Prozent des Weltmarkts für Pestizide, 30 . . .

Auf brüchigem Boden
03.04.2017
BERLIN/WASHINGTON/LONDON
(Eigener Bericht) - Mögliche Erschütterungen auf ihrem größten und auf ihrem drittgrößten Absatzmarkt, den Vereinigten Staaten und Großbritannien, bedrohen die Geschäftserfolge der exportfixierten deutschen Industrie. Die US-Regierung hat Ende vergangener Woche erste Schritte gegen die exzessiven deutschen Ausfuhrüberschüsse eingeleitet und Strafzölle gegen bestimmte Stahlblech-Lieferungen beschlossen. Dies entspricht der neuen US-Handelsstrategie, die explizit vorsieht, US-Interessen höher . . .

Der Strafzoll-Streit
14.03.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Etwaige US-Strafzölle auf Importe aus Deutschland sind für Berlin ein Schwerpunkt des kurzfristig auf Freitag verschobenen Treffens von Kanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Donald Trump. Die Trump-Administration hat soeben ihre neue Handelsstrategie vorgelegt, die eine Einführung von Strafzöllen auch unter Bruch der WTO-Regeln in Betracht zieht. In Kürze wird mit Robert Lighthizer . . .

Auf Augenhöhe
17.02.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Vor der heute beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz fordert der deutsche Außenminister ein Bündnis "auf Augenhöhe" mit den Vereinigten Staaten. Da "Amerika" nicht "Führungsmacht bleiben kann [!] und will", solle die EU nun eine gleichberechtigte "Partnerschaft" einfordern, erklärt Sigmar Gabriel. Zugleich erklärt der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, Brüssel müsse in Zukunft gegenüber Washington . . .

Fackelträger des Westens
14.02.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die EU soll sich in der Weltpolitik neu positionieren und die Vereinigten Staaten als "Fackelträger" des Westens ablösen. Dies fordern führende Berliner Außenpolitiker vor der Münchner Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende. Nach dem Machtwechsel in Washington "taugen" die Vereinigten Staaten "nicht mehr als das politisch-moralische Führungssymbol des Westens", erklärt der Vorsitzende der Sicherheitskonferenz, . . .

Auf- und absteigende Mächte
06.02.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Eskalierender Streit um den möglichen künftigen Botschafter Washingtons bei der EU hat den Antrittsbesuch von Außenminister Sigmar Gabriel vergangene Woche in Washington begleitet. Ted Malloch, der Anwärter auf den Posten in Brüssel, schließt den Kollaps des Euro in den kommenden 18 Monaten nicht aus; er hält darüber hinaus einen Rückbau oder gar . . .

Der transatlantische Handelskrieg
02.02.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Im heraufziehenden Handelskrieg zwischen der EU und den USA droht Brüssel die Vereinigten Staaten mit einer offiziellen Einstufung als "Steueroase" zu brandmarken. Der Affront gegenüber der Weltmacht wird derzeit von der EU-Kommission vorbereitet. Er folgt auf scharfe US-Kritik an den exzessiven deutschen Handelsüberschüssen, die allein in den sechs Jahren von 2010 bis . . .

Europe first!
24.01.2017
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Deutsche Außenpolitiker rufen zu einem offensiven Auftreten Berlins und der EU gegenüber der neuen US-Administration auf. Man werde "sich daran gewöhnen müssen", im Umgang mit Washington "mit harten Bandagen zu kämpfen", heißt es in einer aktuellen Publikation der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP); sogar "offene Konflikte zwischen den USA und Deutschland bzw. . . .

Vom Frontstaat zur Transitzone
13.01.2017
BREMERHAVEN/GARLSTEDT/BERGEN
(Eigener Bericht) - Mit logistischer Unterstützung der Bundeswehr sind die ersten Soldaten einer vollständigen US-Brigade am gestrigen Donnerstag in Polen eingetroffen. Die Third Armored Brigade wird sich mit über 4.000 Soldaten sowie mehr als 2.000 Panzern, Haubitzen und Militärtransportern in Polen sammeln, um anschließend in sechs östlichen EU-Staaten von Estland bis Bulgarien Kriegsübungen durchzuführen - . . .

Auf dem Weg zur Autonomie
02.12.2016
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Aktuelle Medienberichte legen erstmals US-amerikanische Eingriffe in deutsche Geschäfte mit missliebigen Staaten detailliert offen. Demnach intervenieren US-Behörden direkt bei deutschen Unternehmen, die etwa Finanztransaktionen mit Iran durchführen; dabei hat Washington immer wieder durchgesetzt, dass - in Deutschland legale - Geschäfte eingestellt und zuständige Angestellte und Vorstände entlassen wurden. Begründet wird dies damit, . . .

Der Trump-Impuls
11.11.2016
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA soll einen "wichtigen Impuls" für die Schaffung des Willens zur weiteren Militarisierung der EU liefern. Dies geht aus einem Namensartikel von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hervor. Demnach dient Trump Berlin als eine Art negatives Gegenbild, um die Bereitschaft zum Aufbau eigener deutsch-europäischer Militärstrukturen . . .

Druck auf Trump
10.11.2016
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin beginnt zur Sicherung deutscher Interessen in den USA Druck auf den künftigen Präsidenten Donald Trump aufzubauen. Gegenstand sind die Freihandelswünsche der deutschen Industrie; Trumps Absicht, Schutzmaßnahmen zugunsten der US-Wirtschaft zu ergreifen, könnten die erhofften Profite aus dem Export in die USA empfindlich schmälern, fürchten deutsche Unternehmenskreise. Die Vereinigten Staaten waren im . . .

Ein wesentlicher Teil des Westens
09.11.2016
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl kündigt die Bundesregierung eine Fortsetzung der engen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten an und fordert eine stärkere deutsche Stellung im transatlantischen Verhältnis. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt, sie "biete" dem zukünftigen Präsidenten Trump "eine enge Zusammenarbeit an", und knüpft ihr "Angebot" an "Bedingungen". Der . . .

Weltpolitik nach Obama (II)
26.10.2016
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Deutschland soll in der Weltpolitik entschlossener auftreten und "das Feld ordnungspolitischer Entwürfe nicht den USA überlassen". Das empfehlen Berliner Regierungsberater mit Blick auf die Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten. Demnach solle die Bundesregierung gegenüber Washington "nicht in der bequemen Routine des Abwartens" verharren, sondern außenpolitisch die Initiative ergreifen und auch den Konflikt . . .

Weltpolitik nach Obama (I)
25.10.2016
BERLIN/WASHINGTON/DAMASKUS
(Eigener Bericht) - Das deutsche Außenpolitik-Establishment bereitet sich auf Kursänderungen in der US-Außenpolitik nach der bevorstehenden Präsidentenwahl vor. Ein Sieg Donald Trumps hätte "wohl weitreichende Konsequenzen", heißt es in einer aktuellen Analyse der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP); doch sei auch unter einer Präsidentin Hillary Clinton mit spürbaren Veränderungen zu rechnen. Dies gelte vor . . .

Eskalation mit Nuklearpotenzial
05.10.2016
BERLIN
(Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater und Außenpolitik-Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der NATO-Eskalationspolitik gegenüber Russland. Im Hinblick auf die gefährlichen Zwischenfälle bei militärischen Flugmanövern beispielsweise über der Ostsee führe "früher oder später" an "einem Umgang miteinander kein Weg vorbei", erklärt ein hochrangiger NATO-Funktionär in der führenden Zeitschrift des deutschen Außenpolitik-Establishments. Man müsse Sorge dafür . . .

Westgeschäfte
22.09.2016
LEVERKUSEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Begleitet von wachsender Kritik treibt der Bayer-Konzern die Übernahme seines US-Konkurrenten Monsanto voran. Durch die Übernahme entstehe ein "Megakonzern" auf dem Agrarsektor, der entscheidenden Einfluss auf "die Ernährung der Weltbevölkerung" habe, hieß es gestern in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Während die Kritik im Parlament folgenlos bleibt, fördert Berlin systematisch den Ausbau . . .

Umkämpfter Zukunftsmarkt
12.07.2016
BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit einer heute in Berlin stattfindenden Konferenz versucht die EU deutsch-europäischen Konzernen bessere Ausgangspositionen auf dem Feld der Industrie 4.0 zu verschaffen. Deutsche Unternehmen hatten dort lange Zeit eine Vorreiterrolle inne und bereits einen wichtigen Standard für zukunftsträchtige "Smart Factory"-Anwendungen ("RAMI") entwickelt. Allerdings holten IT-Konzerne aus den Vereinigten Staaten bald auf und . . .

Von Mittel und Zweck
25.04.2016
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Zum Deutschland-Besuch von US-Präsident Barack Obama fordert Berlin ein ebenbürtiges Führungsbündnis mit Washington ein. Die Bundesrepublik könne "in vielen Bereichen" mit den Vereinigten Staaten "sehr gut mithalten", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Wochenende. Bereits zuvor hatte der Bundestag verlangt, die Bundesregierung solle den USA künftig "auf Augenhöhe" begegnen. Die transatlantische Kooperation sei . . .

Ein Kick für TTIP
22.04.2016
HANNOVER/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die Bundesregierung und die US-Administration wollen die am Wochenende beginnende Hannover-Messe nutzen, um die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP voranzutreiben. Insbesondere der Besuch Barack Obamas soll dabei für entscheidende Impulse sorgen. Angesichts der bald ablaufenden Amtszeit des US-Präsidenten und wachsender Unpopularität des Vertragswerks in den Vereinigten Staaten bezeichnen deutsche Wirtschaftsvertreter Obamas . . .

Moderne Kanonenboot-Diplomatie
18.03.2016
BERLIN/WASHINGTON/BEIJING
(Eigener Bericht) - Vor der China-Reise von Bundespräsident Joachim Gauck weisen deutsche Regierungsberater auf die wachsenden Auseinandersetzungen im Südchinesischen Meer zwischen China und den Vereinigten Staaten hin. Anlass sind provozierende Durchfahrten von US-Kriegsschiffen durch die Zwölf-Meilen-Zone vor der Küste von Inseln, auf die China Anspruch erhebt; in der Zwölf-Meilen-Zone hat der Küstenstaat völkerrechtlich volle Souveränität. . . .

Eiskalte Geopolitik (I)
15.03.2016
BERLIN/OSLO/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Bei einem zur Zeit in Norwegen stattfindenden NATO-Manöver mit Beteiligung von Eliteeinheiten der Bundeswehr wird der Einsatz von Kernwaffen gegen Russland trainiert. Die Übung unter der Bezeichnung "Cold Response" ("Kalte Antwort") beinhaltet den Einsatz von Kampfflugzeugen des Typs "B-52", die speziell für den Abwurf von Atombomben vorgesehen sind. Es gehe darum, die . . .

Die Renaissance des Westens (III)
10.08.2015
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Ungeachtet der Euro-Krise steigert die deutsche Industrie ihre Ausfuhren in neue Rekordhöhen und profitiert dabei insbesondere vom boomenden Geschäft mit den USA. Hatten deutsche Firmen bereits im Jahr 2014 Produkte im Wert von 1,134 Billionen Euro und damit mehr denn je zuvor ins Ausland verkauft, so liegen die Exportbeträge in diesem Jahr . . .

Warnung vor Kerneuropa
16.07.2015
BERLIN/WASHINGTON/ATHEN
(Eigener Bericht) - Der deutsche Durchmarsch beim EU-Diktat gegen Griechenland erschüttert jetzt auch das transatlantische Verhältnis. Öffentlich fordert der in Washington angesiedelte Internationale Währungsfonds (IWF) einen umfassenden Schuldenschnitt zugunsten Athens oder eine weitgehende Umstrukturierung der Gläubigerforderungen. Die Attacke zielt auf die deutsche Bundesregierung. Eine Erleichterung der griechischen Schuldenlast durch einen "hair cut" hatte das Bundeskanzleramt . . .

Vom Nutzen des Jihad (II)
28.05.2015
DAMASKUS/BAGDAD/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Nutzung jihadistischer Kräfte durch den Westen, die ein aktuelles US-Geheimdienstpapier mit der Entstehung des "Islamischen Staats" (IS) in Verbindung bringt, hat eine jahrzehntelange Tradition und dauert bis in die Gegenwart an. Dies zeigen ein Rückblick auf den Afghanistan-Krieg der 1980er Jahre sowie eine Analyse des westlichen Machtkampfs gegen Iran vor allem . . .

Vom Nutzen des Jihad (I)
27.05.2015
DAMASKUS/BAGDAD/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die westlichen Mächte haben salafistische Organisationen im Syrien-Krieg gezielt gestützt und die Gründung des "Islamischen Staats" (IS) im Kampf gegen die Assad-Regierung vollauf bewusst in Kauf genommen. Dies geht aus einem deklassifizierten Papier des US-Militärgeheimdiensts DIA ("Defense Intelligence Agency") hervor, das vergangene Woche veröffentlicht worden ist. Demnach hielt die DIA im August . . .

Die Renaissance des Westens (I)
07.05.2015
BERLIN/BRÜSSEL
(Eigener Bericht) - Deutsche Außenpolitik-Experten fordern eine "Renaissance" des transatlantischen Bündnisses zur Verteidigung der globalen westlichen Hegemonie. Die EU müsse in Zukunft ungeachtet gewisser Differenzen wieder enger mit den Vereinigten Staaten kooperieren, heißt es in einem Strategiepapier zweier deutscher Autoren, das der Think-Tank der Europäischen Volkspartei (EVP) unlängst veröffentlicht hat. Demnach lasse sich die "liberale . . .

"Russland, China, Terror"
27.04.2015
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Das Bundeskanzleramt ist schon frühzeitig über die BND-Weitergabe von Kommunikationsdaten deutscher Konzerne und französischer Behörden an die NSA informiert gewesen. Dies geht aus aktuellen Medienberichten hervor. Demnach hielt der BND bereits 2005 fest, dass bei ihm abgefragte Daten nichts mit dem sogenannten Anti-Terror-Krieg zu tun hatten, und informierte mehrmals die zuständige Geheimdienstkontrolle . . .

Gefährliche Propaganda
09.03.2015
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Das Bundeskanzleramt wirft dem Oberbefehlshaber der NATO in Europa, Philip M. Breedlove, "gefährliche Propaganda" vor. Das berichtet "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Demnach stellt Breedlove der Bundesregierung zufolge die militärischen Aktivitäten Russlands in der Ostukraine völlig überzogen dar; er behaupte etwa, russische Panzer und Raketenwerfer in der Ukraine wahrgenommen zu haben, . . .

Perioden des "Anti-Terror-Kriegs"
21.01.2015
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Das gestern in rund 20 Ländern weltweit veröffentlichte "Guantanamo-Tagebuch" des Folterhäftlings Mohamedou Ould Slahi wirft zu Beginn einer neuen Periode des "Anti-Terror-Kriegs" ein Schlaglicht auf die Verbrechen des Westens in dessen erster Phase. Ould Slahi beschreibt in dem Werk, das er schon 2005 verfasste, das aber erst jetzt und nur in erheblich . . .

Mitwisser und Profiteure
11.12.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Der jetzt veröffentlichte US-Senatsbericht über die Folterpraktiken der CIA wirft erneut Fragen zur Mitwirkung Deutschlands an Verbrechen im "Anti-Terror-Krieg" auf. Der Bericht erwähnt den Fall eines Deutschen, der in ein geheimes Haftzentrum in Afghanistan verschleppt wurde. Obwohl der Bundesnachrichtendienst (BND) frühzeitig über die Entführung informiert wurde, leitete Berlin keine Schritte gegen die . . .

Der Westen unter Druck
01.12.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Transatlantische Kreise warnen vor einem globalen "Rückzug" des Westens und dringen auf einen neuen Schulterschluss der NATO-Staaten unter der Führung der USA. Dass Russland die Krim übernommen habe und China seine Positionen im Streit um mehrere Inseln und Inselgruppen in Ostasien hartnäckig behaupten könne, sei auch eine Folge westlicher Führungsschwäche, heißt es . . .

Kein Eingeständnis
14.11.2014
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutschlands zentraler NATO-Verbündeter räumt offiziell die Anwendung von Folter nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein. Wie zwei Vertreter des US-Außenministeriums vor dem UN-Ausschuss gegen Folter bestätigt haben, hat die US-Regierung "Verhörmethoden" einsetzen lassen, "die jeder aufrichtige Mensch für Folter halten würde"; man habe "eine rote Linie überschritten, und wir übernehmen . . .

Die neue nukleare Eskalationsdynamik
13.11.2014
BERLIN/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater warnen vor einer "Nuklearisierung" des sich verhärtenden Konflikts zwischen der NATO und Russland. Hintergrund sind zunehmende Manöver und andere militärische Maßnahmen auf beiden Seiten, die nukleare Komponenten beinhalten. Während Moskau darauf verweist, dass seine Verteidigungsdoktrin einen Nuklearschlag nicht ausschließt, sollte der russische Staat in existenzielle Gefahr geraten, bezieht die NATO . . .

Eine Monroe-Doktrin für Osteuropa
04.11.2014
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die NATO soll ihren Hegemonialanspruch auf Osteuropa und den Südkaukasus mit einer neuen "Monroe-Doktrin" reklamieren. Diese Forderung stellt eine führende deutsche Tageszeitung zur Diskussion. Demnach lägen Länder wie etwa die Ukraine, Moldawien und Georgien "in einer gefährlichen Grauzone". Man müsse ihnen unabhängig von der Frage einer NATO-Mitgliedschaft einen Status verleihen, der alle . . .

Der zwanzigjährige Krieg
07.10.2014
ERBIL/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die Bundesregierung plant eine umfassende Ausweitung des Irak-Einsatzes der Bundeswehr. Berichten zufolge sollen die deutschen Streitkräfte nicht nur neue Trainingsmaßnahmen und den Bau eines militärischen Ausbildungszentrums im nordirakischen Erbil übernehmen, um einheimische Truppen für die Kriegführung im Sinne des Westens zu befähigen. Auch könne die Bundeswehr in stärkerem Maße als bisher in . . .

Schlagkräftige Verbündete
01.10.2014
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Im außenpolitischen Establishment Deutschlands werden Rufe nach einer stärkeren Orientierung auf die weltpolitische Kooperation mit den USA laut. Aufgrund der zunehmenden globalen Unsicherheiten sei es nützlich, einen schlagkräftigen Verbündeten zu haben, urteilt ein Redakteur der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem programmatischen Beitrag in der führenden Zeitschrift der deutschen Außenpolitik. Frankreich, das allzu . . .

Von Deutschland lernen
30.09.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Berlin nutzt prominente US-amerikanische Think-Tanks zur Deutschland-PR in den Vereinigten Staaten und zur Einflussnahme auf die Politik Washingtons. So geben Regierungsstellen Studien über die Beliebtheit der Deutschen bei der US-Bevölkerung in Auftrag und bestellen Untersuchungen über die Zahl von Arbeitsplätzen, die bundesdeutsche Unternehmen in den USA vermeintlich schaffen. Die größten Anstrengungen verwendet . . .

Vorbild NSA
21.08.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die gestern verkündete "Digitale Agenda" der Bundesregierung sieht einen weiteren Ausbau der Internet-Überwachung durch die deutschen Geheimdienste vor. Demnach soll etwa die Inlandsspionage ("Bundesamt für Verfassungsschutz") "sachgerechte Infrastruktur sowie technische Analysewerkzeuge" erhalten, die es erlauben, "die Auswertung vorhandener Daten weiter zu verbessern". Ein Referentenentwurf für ein neues IT-Sicherheitsgesetz, den das Bundesinnenministerium an . . .

Noch nicht auf Augenhöhe (II)
14.07.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Angesichts neuer Enthüllungen über die Aktivitäten von US-Geheimdiensten in der Bundesrepublik fordern deutsche Politiker eine weitere Aufrüstung des Bundesnachrichtendienstes (BND). Wie am Wochenende berichtet wurde, sollen mehr als ein Dutzend Mitarbeiter deutscher Bundesministerien als Informanten für die CIA tätig sein. Experten heben hervor, das sei nicht neu; bislang sei aber gewöhnlich der . . .

Noch nicht auf Augenhöhe
01.07.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der NSA kündigt neue Enthüllungen über die Kooperation des US-Militärgeheimdienstes mit dem BND an. Wie Thomas Drake, ein früherer NSA-Computerspezialist, mitteilt, will er am Donnerstag vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages "geheime Absprachen" zwischen den Diensten offenlegen, die "extrem weitgehend" seien. Schon in den vergangenen Wochen sind Dokumente bekanntgeworden, . . .

Eine neue Grand Strategy
13.06.2014
BERLIN
(Eigener Bericht) - Eine einflussreiche deutsche Wochenzeitung stellt die Forderung nach einer Neudefinition der Beziehungen zwischen der EU und den USA zur Debatte. Die aktuelle westliche Ukraine-Politik laufe "europäischen" Interessen diametral zuwider, heißt es in einem aktuellen Beitrag auf dem Online-Portal der Wochenzeitung "Die Zeit". "Europa" dürfe sich die Zusammenarbeit mit Moskau nicht nehmen lassen, . . .

Ein weltpolitischer Lackmustest
07.05.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Transatlantisch orientierte Kreise warnen vor globalen Machteinbußen des westlichen Kriegsbündnisses und dringen für den Kampf um die Ukraine auf einen engeren Schulterschluss der NATO-Staaten gegen Russland. Dass das Kiewer Marionettenregime die Herrschaft über die Krim verloren habe, habe unter Verbündeten des Westens weltweit Befürchtungen ausgelöst, die Unterstützung der USA und der NATO . . .

Energie als Kampfmittel
31.03.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die deutsche Kanzlerin stellt eine "neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik" der EU in Aussicht. Wie Angela Merkel letzte Woche bestätigte, gebe es eine teilweise "sehr hohe Abhängigkeit" mehrerer EU-Staaten "von Rohstofflieferungen aus Russland". Auf lange Sicht könnten Berlin und Brüssel jedoch - angestoßen durch die Krise um die Ukraine - versuchen, sich . . .

Die Globalisierung christlicher Kulturkämpfe
10.03.2014
KAMPALA/WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - US-Evangelikale mit guten Kontakten nach Deutschland gehören zu den treibenden Kräften hinter der Entstehung des neuen ugandischen Anti-Homosexuellen-Gesetzes. Dies bestätigen Recherchen mehrerer Publizisten aus den USA und Sambia. Demnach wurden einflussreiche amerikanische Evangelikale, die sich seit Jahren um Einfluss in diversen Staaten Afrikas bemühen, bei der Arbeit an dem Gesetzestext zu Rate . . .

Wie man schlechte Situationen verschlimmert
27.02.2014
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Ein Experte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) warnt vor einer Ausweitung deutsch-europäischer Militäreinsätze. "Die Analyse von Interventionen der letzten zwanzig Jahre" habe "ernüchternde Erkenntnisse über die Grenzen" bewaffneter Auslandsoperationen hervorgebracht, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme aus der SWP. Dies gelte selbst für militärische Maßnahmen, deren Ziel offiziell darin bestanden . . .

Von der Isolation bedroht
10.01.2014
MÜNCHEN
(Eigener Bericht) - Die Organisatoren der Münchner Sicherheitskonferenz (31. Januar bis 2. Februar) stellen ein Plädoyer für stärkere deutsche Aktivitäten in der NATO zur Debatte. Wie es in dem Beitrag heißt, der im Internet veröffentlicht worden ist, nimmt insbesondere in den USA die Kritik am deutschen Auftreten auf internationaler Ebene zu. Hintergrund sind Bestrebungen Berlins, . . .

Der Airbus für's Internet
07.01.2014
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Der aktuelle Streit um die Vorratsdatenspeicherung begleitet die Bemühungen der Bundesregierung um eine nationale bzw. europäische Kontrolle des Internets. Die Ankündigung von Justizminister Heiko Maas (SPD), vor weiteren Schritten zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung ein einschlägiges Urteil des Europäischen Gerichtshofs abzuwarten, wird vom Bundesinnenministerium massiv kritisiert: Die Einführung der Maßnahme sei im Koalitionsvertrag . . .

In einer bipolaren Welt
20.12.2013
HAMBURG
(Eigener Bericht) - Vorfeldorganisationen der Berliner Außenpolitik diskutieren über eine mögliche militärische Eskalation der Spannungen in Ostasien und eine eventuelle Beteiligung Deutschlands an eskalierenden Konflikten zwischen den USA und China. Gegenwärtig stünden militärische Aktivitäten der Bundesrepublik in Ost- und Südostasien nicht zur Debatte, erklärte der außen- und sicherheitspolitische Berater der Bundeskanzlerin, Christoph Heusgen, vor kurzem . . .

Die Phase der gezielten Tötungen
28.11.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Aktuelle Recherchen zum transatlantischen "Anti-Terror-Krieg" belasten hochrangige Politiker der künftigen Berliner Regierungskoalition. Wie die Recherchen bestätigen, haben sämtliche Bundesregierungen seit dem Jahr 2001 und diverse deutsche Behörden im "Anti-Terror-Krieg" eng mit US-Stellen kooperiert. Die Zusammenarbeit umfasst nicht nur die passive Duldung von US-Operationen, die - von deutschem Territorium ausgehend - die Verschleppung . . .

Auf Augenhöhe mit den USA
06.11.2013
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin nutzt die Affäre um die NSA-Spionage zur machtpolitischen Stärkung Deutschlands und der EU. Führende Politiker fordern den umgehenden Ausbau deutsch-europäischer Internet-Strukturen, die US-amerikanischem Zugriff prinzipiell nicht mehr offenstehen. Dies sei heute ebenso nötig, wie man einst Airbus habe gründen müssen, um gegen Boeing konkurrieren zu können, erklärt CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Ein . . .

Beredtes Schweigen
31.10.2013
BERLIN
(Eigener Bericht) - Neuen Hinweisen aus den USA zufolge nehmen die Geheimdienste Deutschlands und anderer europäischer Staaten aktiv und im großen Stil an der NSA-Spionage teil. Demnach forscht nicht nur der Bundesnachrichtendienst (BND) E-Mails von US-Bürgern aus; auch haben Geheimdienste mehrerer NATO-Mitglieder spezielle Kooperationsvereinbarungen mit Washington geschlossen, die den Austausch abgefangener Kommunikationsdaten beinhalten. Ob all . . .

Befreundete Dienste (III)
28.10.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit demonstrativer Empörung reagiert Berlin auf die jüngsten Enthüllungen über die NSA-Lauschangriffe in der deutschen Hauptstadt. Berichten zufolge ist nicht nur die Bundesregierung von den Spionagemaßnahmen betroffen: Angela Merkels Mobiltelefon wurde bereits 2002 abgehört; damals führte sie die Opposition. Am Wochenende ist zudem bekannt geworden, dass Frankreich und mutmaßlich noch weitere Staaten . . .

Konfliktzonen der Zukunft
28.08.2013
BEIJING/WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater warnen vor einem Rüstungswettlauf und vor möglichen militärischen Konfrontationen in Ostasien. Wie es in einer aktuellen Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) heißt, kollidiere Chinas Versuch, die Kontrolle über seine Küstengewässer und über seine Seehandelsrouten zu erlangen, mit dem Anspruch der Vereinigten Staaten, "die internationale Führungsrolle" Washingtons zu bewahren. . . .

Feindliche Kämpfer
13.08.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) leitet Mobilfunkdaten von Terrorverdächtigen in Afghanistan an den US-Militärgeheimdienst NSA weiter. Dies geht aus Medienberichten hervor. Demnach lassen sich mit den übermittelten Daten Bewegungsprofile erstellen, die wiederum laut Experten zur Lokalisierung von Personen genutzt werden können und womöglich zu extralegalen Exekutionen von Verdächtigen etwa mit Hilfe von Kampfdrohnen beitragen. . . .

Weiterhin im Dunkeln
05.08.2013
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) räumt die Weiterleitung sogenannter Metadaten an den US-Militärgeheimdienst NSA ein. Bei den Daten, die laut Unterlagen des Whistleblowers Edward Snowden aus Deutschland in die Vereinigten Staaten übermittelt werden, könne es sich unter anderem um in Afghanistan ausgespähtes Material handeln, heißt es in einer Stellungnahme der deutschen Auslandsspionage. In Afghanistan . . .

Der NATO-Bündnisfall
23.07.2013
KÖLN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Aktuelle Medienberichte bestätigen die Einbindung auch des deutschen Inlandsgeheimdienstes in die Internetspionage-Kooperation mit den Vereinigten Staaten. Demnach verfügt nicht nur der Bundesnachrichtendienst (BND), sondern auch das für die Spionage im Inland zuständige Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) über eine spezielle NSA-Software namens XKeyscore, die umfassende Ausspäh-Maßnahmen erlaubt; die Rede ist von annähernder "Totalüberwachung". . . .

Kein Rechtsstaat
12.07.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Vor seinen Gesprächen in Washington verteidigt der deutsche Innenminister zum wiederholten Male die Spionage-Kooperation mit den Vereinigten Staaten. "Ohne die Hinweise der USA und die gute Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten hätten wir höchstwahrscheinlich Terroranschläge in Deutschland nicht verhindern können", behauptet Hans-Peter Friedrich (CSU). Anders beurteilt der Historiker Josef Foschepoth, der die deutsch-amerikanische . . .

Bei Freund und Feind
08.07.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Neue Berichte bestätigen die enge Zusammenarbeit des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit der National Security Agency (NSA). Demzufolge sind BND-Mitarbeiter immer wieder in die NSA-Zentrale in Fort Meade gereist, um sich dort etwa über Fragen der Technik auszutauschen. Auch habe die NSA dem BND Analyse-Tools zur Auswertung abgefangener Daten geliefert. Darüber hinaus bestätigt ein . . .

Die westliche Wertegemeinschaft
04.07.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - In einer präzedenzlosen Machtdemonstration haben mehrere Staaten der deutsch dominierten EU auf der Jagd nach dem Informanten Edward Snowden einen Angriff auf den höchsten Repräsentanten des souveränen Staates Bolivien unternommen. Evo Morales, bolivianischer Staatspräsident, wurde auf dem Heimflug zur Landung in Wien gezwungen - mehrere EU-Mitgliedstaaten hatten seinem Flugzeug kurzfristig die Überflugrechte . . .

Befreundete Dienste (II)
03.07.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Bereits vor 25 Jahren hatte der Bundesnachrichtendienst (BND) weitreichende Kenntnisse über umfassende Spionage-Aktivitäten der NSA in der Bundesrepublik. Dies geht aus einem in Teilen neu veröffentlichten Medienbericht aus dem Jahr 1989 hervor. Demnach sind die deutschen Geheimdienste schon damals von der NSA mit Informationen versorgt worden, die sie selbst zu beschaffen nicht . . .

Befreundete Dienste (I)
02.07.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Im Skandal um die umfassende Überwachung von Internet und Telefon durch US-amerikanische und britische Geheimdienste kündigt die deutsche Kanzlerin erste Schritte der Bundesregierung an. "Das ist inakzeptabel", teilt Angela Merkel mit Blick auf jüngste Berichte zur US-Spionage unter anderem in EU-Einrichtungen über ihren Sprecher mit: Man sei schließlich "nicht mehr im Kalten . . .

Die Wirtschafts-NATO
19.06.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit den aktuellen Plänen für ein Transatlantisches Freihandelsabkommen treiben Berlin und Washington die wirtschaftliche Blockbildung gegen die Volksrepublik China voran. Das Vorhaben ist eines der Themen, die bei den heutigen Gesprächen zwischen der deutschen Kanzlerin und dem US-Präsidenten besprochen werden. Es gilt als geeignetes Mittel, um den Handel zwischen der EU und . . .

Begleitschutz für Flugzeugträger
05.03.2013
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Berlin intensiviert die Einbindung deutscher Kriegsschiffe in Carrier Strike Groups (Flugzeugträgerkampfgruppen) der U.S. Navy und schickt eine Fregatte zu Kriegsübungen in den Persischen Golf. Die Fregatte Hamburg ist unlängst in die Carrier Strike Group Eight um den US-Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower eingebunden worden und befindet sich inzwischen auf dem Weg in . . .

Die Geopolitik der Energie
01.02.2013
WASHINGTON/BERLIN/MÜNCHEN
(Eigener Bericht) - Mit einer Debatte über den neuen Öl- und Gasboom in den Vereinigten Staaten beginnt am heutigen Freitag die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz. Hintergrund ist der beträchtliche Anstieg der Ressourcenförderung in den USA, der mit Hilfe der umstrittenen "Fracking"-Technologie erzielt wird. Fachleute gehen davon aus, dass die USA ihre Energieimporte in den kommenden Jahren . . .

Josef Braml: Der amerikanische Patient
07.11.2012
Was der drohende Kollaps der USA für die Welt bedeutet München 2012 (Siedler) 224 Seiten 19,99 Euro ISBN: 978-3-88680-998-1 . . .

Das transatlantische Interessenfundament
07.11.2012
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Der deutsche Außenminister fordert die künftige US-Administration zur Verdichtung der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen auf. "Europa und die USA" müssten sich "bald auf konkrete Verhandlungen über eine Transatlantische Freihandelszone einigen", verlangt Guido Westerwelle. Dies könne neues "Wachstum" schaffen. Experten schätzen die möglichen Zusatzgewinne auf Milliardensummen; außerdem stärke die engere Kooperation das "gemeinsame(...) Interessenfundament" im . . .

Ganz egal, wer gewinnt
29.10.2012
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutsche Polit-Beobachter rechnen unabhängig vom Ausgang der amerikanischen Präsidentenwahl nicht mit einem Kurswechsel in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten. "Im Grunde ist es einerlei, wer gewinnt", urteilt ein Experte von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP): Die "enormen wirtschaftlichen Probleme" des Landes ließen dem nächsten US-Präsidenten "kaum Handlungsspielraum". Auch bei der . . .

Die transatlantische Zukunft (II)
06.08.2012
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit Blick auf die Präsidentenwahlen in den Vereinigten Staaten sprechen sich Berliner Regierungsberater für eine Intensivierung der deutsch-amerikanischen Kooperation aus. "In der internationalen Politik" herrsche "momentan große Unsicherheit, ob die USA ihre Führungsposition in der Welt aufrecht erhalten können", heißt es in einer aktuellen Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Washington . . .

Ein Testlauf für Eurasien (II)
22.03.2012
BERLIN/MOSKAU/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Jüngst veröffentlichte interne Mails eines US-amerikanischen Privatgeheimdienstes belegen die weitreichende strategische Bedeutung eines fast vergessenen Konflikts in Südosteuropa. Wie soeben publizierte Dokumente der US-Firma Stratfor zeigen, betrachtet die US-Regierung deutsche Pläne für eine Wiedervereinigung Moldawiens mit seiner abtrünnigen Region Transnistrien mit erheblicher Skepsis. Hintergrund sind deutsch-russische Absprachen über die Region, die Moskau . . .

Ende im Gemetzel (II)
14.03.2012
TEHERAN/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die deutsche Debatte über einen Überfall auf Iran dauert an. Während hochrangige Berliner Politiker vor einem Militärschlag Israels oder der USA warnen, heißt es in konservativen Medien, Luftangriffe auf iranische Atomanlagen seien zwar riskant, hätten jedoch "gute Erfolgsaussichten". Regierungsberater versuchen die widersprüchlichen Interessen mit dem Hinweis zu versöhnen, nur die tatsächliche Vorbereitung . . .

Die transatlantische Zukunft
20.02.2012
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit Blick auf die diesjährige Präsidentenwahl in den USA diagnostizieren deutsche Regierungsberater erhebliche Spannungen in den Beziehungen zwischen Berlin und Washington. Hintergrund sind gravierende ökonomische Schwierigkeiten der Vereinigten Staaten, die um einschneidende Sparmaßnahmen nicht mehr umhinkommen; zudem ist unklar, wie lange der Dollar seine weltweite Sonderstellung noch halten kann. Bereits beim letzten . . .

Stiller Komplize
27.01.2012
BERLIN
(Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater warnen vor der Fortführung der deutschen Komplizenschaft mit den zunehmenden "gezielten Tötungen" durch US-Streitkräfte sowie die CIA. Wie eine neue Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) bestätigt, weiten die Vereinigten Staaten ihre Praxis des "Targeted Killing" nicht nur in Pakistan dramatisch aus. Diskutiert wird laut SWP auch, Angehörige mexikanischer . . .

Das pazifische Jahrhundert
18.11.2011
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit erheblichem Unmut registriert Berlin den Ausschluss von EU-Beobachtern von einem wichtigen asiatisch-amerikanischen Gipfeltreffen. An der Zusammenkunft des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) am letzten Wochenende hätten Vertreter der EU noch als Beobachter teilnehmen dürfen, heißt es in Berichten; beim Ostasiatischen Gipfel an diesem Wochenende sei das nicht mehr der Fall. Das wiege schwer, . . .

Der alte Westen
07.06.2011
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit Blick auf die heutigen Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem US-Präsidenten dringen transatlantische Kreise auf eine Kursänderung Berlins in Sachen Libyen. Er wolle mit Angela Merkel darüber diskutieren, wie man in Nordafrika "gemeinsam noch mehr tun könne", kündigte Barack Obama an; das beziehe sich explizit auch auf den Krieg gegen Tripolis. . . .

An den Grenzen des Rechtsstaats
04.03.2011
BERLIN
(Eigener Bericht) - Berliner Regierungsberater fordern eine öffentliche Debatte über die fortwährenden Rechtsbrüche im Rahmen des sogenannten Anti-Terror-Krieges. Es bestehe kein Zweifel, dass die Verschleppung von Gefangenen, die Erstellung von Todeslisten sowie weitere heute noch praktizierte Maßnahmen westlicher Geheimdienste und Streitkräfte internationales Recht brächen, heißt es in einer jüngst publizierten Studie der Stiftung Wissenschaft und . . .

Kampf der Titanen
01.03.2011
BERLIN/DOHA
(Eigener Bericht) - Mit einem breit angelegten PR-Manöver wirbt Berlin um Sympathie unter den Demokratiebewegungen in der arabischen Welt. "Die Zeit der Diktaturen ist abgelaufen", erklärte Bundespräsident Christian Wulff am gestrigen Montag im Emirat Qatar, das er besuchte, um von dem dort diktatorisch herrschenden Clan neue Aufträge für die deutsche Wirtschaft zu erhalten. Während Berlin . . .

Die Dinosaurier-Übernahme
21.02.2011
BERLIN/NEW YORK
(Eigener Bericht) - Mit der Übernahme der New York Stock Exchange bereitet die Deutsche Börse ihren Sprung an die Weltspitze vor. Der Zusammenschluss der beiden Finanzunternehmen, der vergangene Woche angekündigt worden ist, wird dem neuen deutsch-US-amerikanischen Konzern nicht nur eine herausragende Position in der Konkurrenz mit den Börsen Asiens sichern, sondern auch das europäische Geschäft . . .

Alte und neue Weltmächte
17.12.2010
BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutsche Marineexperten sagen für die kommenden 20 Jahre eine dramatische Verschiebung der Kräfteverhältnisse zwischen den führenden Seestreitkräften der Welt voraus. Während die Marinen mehrerer Staaten in Ost- und Südasien stark wüchsen, werde die US Navy leicht schrumpfen. Den europäischen Flottenverbänden, darunter auch dem deutschen, stünden äußerst drastische Einbrüche bevor. Ursache für den . . .

Europas Abstieg
14.12.2010
BERLIN/WASHINGTON/BEIJING
(Eigener Bericht) - Debatten über einen globalen Abstieg Europas und eine Neuverteilung der weltweiten Macht begleiten die Auseinandersetzungen um die Zukunft des Euro. Man müsse auf Weltebene ein "Abrutschen der Europäer" konstatieren, schreibt Werner Weidenfeld, einer der einflussreichsten Politikberater in Deutschland. Weidenfeld plädiert seit Jahren dafür, die EU solle ihrerseits um eine Weltmachtrolle kämpfen. Es . . .

Dauerkrieg
20.07.2010
KABUL/BERLIN
(Eigener Bericht) - Vor der heutigen internationalen Afghanistankonferenz gewinnt die Debatte über die Modalitäten des nächstes Jahr beginnenden Truppenabzugs neuen Schwung. Afghanistan solle entlang einer West-Ost-Linie gespalten werden, empfiehlt ein US-Experte aus dem Washingtoner Establishment. Im abgetrennten Norden des Landes könne man danach auf Loyalität gegenüber dem Westen hoffen, den Süden werde man dauerhaft per . . .

Die Rentabilität der Kriege
28.05.2010
DÜSSELDORF/MÜNCHEN
(Eigener Bericht) - Deutsche Rüstungsunternehmen verstärken ihre Bemühungen um Lieferaufträge der US-Streitkräfte. Diese Woche hat der Panzerbauer Rheinmetall aus Düsseldorf mitgeteilt, dass er sich gemeinsam mit Krauss-Maffei Wegmann (München) um die Entwicklung eines neuen Ground Combat Vehicle für die US Army bewirbt. Dies wäre das erste bedeutende Panzergeschäft eines deutschen Rüstungskonzerns in den USA. Zu . . .

Die Ära der Drohnen (II)
30.03.2010
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Experten warnen vor schwerwiegenden gesellschaftlichen Auswirkungen des zunehmenden Einsatzes unbemannter Flugkörper ("Kampfdrohnen") im Krieg. Hierdurch sinke die politische Hemmschwelle für militärische Interventionen, da nicht mehr zu befürchten sei, eigene Soldaten bei Gefechten zu verlieren, heißt es. Kritiker warnen zudem, Krieg werde in Zukunft als eine Art Computerspiel erscheinen und von der Bevölkerung . . .

Arctic Roadmap
11.03.2010
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Deutsche Marinekreise debattieren über US-Pläne zur Militarisierung der Arktis. Wie die Zeitschrift "MarineForum" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, erarbeite die US Navy zur Zeit konkrete Einsatzszenarien für das Polarmeer, um daraus Rüstungsprogramme für die kommenden Jahre zu entwickeln. Auch werde überprüft, eine dauerhafte Militärpräsenz im Hohen Norden zu etablieren. Die US-Pläne haben . . .

Deklassierungsängste (II)
29.01.2010
BERLIN/WASHINGTON/BEIJING
(Eigener Bericht) - Kurz vor der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz bilanzieren deutsche Regierungsberater die US-Weltpolitik nach dem Ende der Ära Bush. Präsident Obama habe zu Beginn seiner Amtszeit "große Erwartungen" hinsichtlich einer intensiven Kooperation mit Berlin und der EU geweckt, schreibt die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Tatsächlich aber sei "kaum mehr als eine Akzentverschiebung" eingetreten. . . .

Keine Angst vor Moskau!
12.01.2010
MÜNCHEN/WASHINGTON/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Auseinandersetzungen um deutsch-russische Bündnispläne begleiten die Vorbereitungen für die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz. Im Zentrum steht der Vorschlag des russischen Präsidenten, einen neuen europäischen "Sicherheitsvertrag" unter Einbeziehung Russlands zu schließen; das Projekt soll langfristig eine Alternative zur NATO eröffnen und wird daher von der Allianz abgelehnt. Wie der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang . . .

Vor fremden Küsten
16.11.2009
BERLIN/WASHINGTON/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Die deutsche Kriegsmarine bereitet sich auf einen Einsatz in einem Flugzeugträger-Kampfverband der US Navy vor. Die Fregatte Hessen, die im nächsten Frühjahr in einer sogenannten Carrier Strike Group den Flugzeugträger Dwight D. Eisenhower bei seinen Operationen begleiten wird, führt in diesen Tagen die dazu notwendigen Trainingsmaßnahmen vor der US-Küste durch. Der Carrier . . .

Wie in der Zeit nach Bismarck (II)
10.11.2009
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls verlangt die deutsche Kanzlerin eine Neuordnung der Welt. Die Vereinigten Staaten müssten bereit sein, sich multinationalen Organisationen unterzuordnen, erklärte Angela Merkel am gestrigen Montag bei einer Konferenz über die Folgen des Zusammenbruchs der DDR. Ohne "mehr multilaterale Zusammenarbeit" werde es "keine friedliche Welt" geben. Die Äußerungen der . . .

Wie in der Zeit nach Bismarck
09.11.2009
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Nach dem Scheitern der deutsch-russischen Pläne zum Verkauf von Opel beginnt der Machtkampf um die Neustrukturierung der europäischen Automobilindustrie erneut. Die von Berlin erhoffte Schwächung der US-Autohersteller in Europa bleibt aus; die angestrebte deutsch-russische Kooperation im Kraftfahrzeugbau verliert ihre Grundlage. Stattdessen muss die Bundesregierung sich darum bemühen, einen Abbau von Produktionskapazitäten in . . .

Folterpraktiken
28.09.2009
WASHINGTON
- Ein kürzlich in Auszügen veröffentlichtes Dokument des US-Geheimdienstes CIA lässt einige Details der westlichen Folterpraxis nach dem 11. September 2001 erkennen. german-foreign-policy.com bringt Auszüge. Das stark geschwärzte Dokument kann im Internet unter documents.nytimes.com/c-i-a-reports-on-interrogation-methods#p=1 abgerufen werden. . . .

Ohne Konsequenzen
28.09.2009
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Schwere Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen begleiten die Regierungsumbildung in Berlin. Die EU-Staaten müssten "das wahre Ausmaß der Folter enthüllen, die auf ihrem Boden verübt worden" sei, verlangt ein Spezialist von Human Rights Watch in einer neuen Stellungnahme wegen der europäischen Zuarbeit für Verschleppung und Folter durch die CIA. Insbesondere die deutsche Regierung habe . . .

Wohin die Reise geht
15.09.2009
BERLIN
(Eigener Bericht) - Einsparungen für die Expansion der Deutschen Bahn verursachen erhebliche Ausfälle bei der S-Bahn in Berlin. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr führen technische Defekte zur Stilllegung zahlreicher Züge; der S-Bahn-Verkehr in der Hauptstadt ist nahezu zusammengebrochen. Ursache für die technischen Mängel sind erhebliche Personalkürzungen - bei den Berliner S-Bahn-Werkstätten um 40 . . .

Kriegskultur
10.09.2009
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutsche Transatlantiker warnen vor Spekulationen über einen globalen Machtverlust der Vereinigten Staaten. Der Niedergang der USA sei schon oft vorhergesagt worden, heißt es in einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift "Internationale Politik", die von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben wird. Die wirtschaftliche, insbesondere aber die militärische Spitzenstellung Washingtons könne . . .

Die Automacht
08.09.2009
DETROIT/RÜSSELSHEIM
(Eigener Bericht) - Heftige innereuropäische Konkurrenzkämpfe begleiten das deutsch-amerikanische Tauziehen um die Kontrolle über den Automobilhersteller Opel. Berlin müht sich mit Macht, den US-Mutterkonzern General Motors zum Verkauf der Opel-Mehrheit an die österreichisch-russische Allianz Magna-Sberbank zu zwingen. Großbritannien, Spanien und Polen stemmen sich dagegen, weil mit dem Deal ein erheblicher Abbau ihrer Opel-Produktionskapazitäten verbunden wäre . . .

Schweigeboykott
26.08.2009
WASHINGTON/KANDAHAR/BERLIN
(Eigener Bericht) - Neue US-Dokumente über CIA-Folterpraktiken belegen die Menschenrechtsverbrechen des mit deutscher Zuarbeit geführten westlichen "Anti-Terror-Krieges". Wie aus einem am Montag veröffentlichten internen CIA-Bericht hervorgeht, wurden selbst die 2002 neu erlassenen Verhör-Regelwerke des US-Auslandsgeheimdienstes, die zahlreiche Foltertechniken für zulässig erklärten, von Geheimdienstlern oder Mitarbeitern privater Repressionsfirmen gebrochen. Simulierte Exekutionen und Erstickungsversuche wurden gegenüber mutmaßlichen . . .

Großkunde Pentagon
25.08.2009
WASHINGTON/LEVERKUSEN/MÜNCHEN
(Eigener Bericht) - Deutsche Konzerne sichern ihre Millionengeschäfte mit dem Pentagon durch Sonderzuwendungen an Beschäftigte der US-Streitkräfte ab. Dies berichten deutsche und US-amerikanische Nicht-Regierungsorganisationen. Demnach bezahlen vor allem Unternehmen der Pharma- und der Medizintechnik-Branche Mitarbeitern von US-Militärkrankenhäusern Reisekosten zu "Kongressen" und zu "Trainings", unter ihnen Prothesen-Hersteller, aber auch Bayer und Siemens. Beide Konzerne gehören schon . . .

Deklassierungsängste
16.07.2009
BERLIN/WASHINGTON/BEIJING
(Eigener Bericht) - Mit erheblicher Sorge betrachten Polit-Strategen aus der EU US-Vorschläge zur engeren Kooperation zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China. Man fürchte, "Europa" könne "in einer neuen Weltordnung an den Rand gedrängt werden", heißt es bei dem EU-Thinktank European Council on Foreign Relations (ECFR). Hintergrund ist die Forderung des einstigen US-Präsidentenberaters Zbigniew . . .

Ein sanfter Hinweis
04.06.2009
LEIPZIG
(Eigener Bericht) - Reisepläne des US-Präsidenten anlässlich seines Deutschland-Besuchs sorgen erneut für Debatten um den Flughafen Leipzig. Laut unbestätigten Medienberichten könnte Barack Obama am heutigen Donnerstag nicht in Dresden, sondern auf dem Militärdrehkreuz Leipzig/Halle eintreffen und dort durchreisende US-Soldaten besuchen. Leipzig/Halle ist Experten zufolge zur Zeit der "zentrale Umschlagpunkt" für den Transport US-amerikanischer Truppen in . . .

Stürzende Giganten (II)
03.06.2009
RÜSSELSHEIM/DETROIT/OBERWALTERSDORF
(Eigener Bericht) - Langfristig wirksame Kräfteverschiebungen im transatlantischen Verhältnis überschatten den Kurzbesuch des US-Präsidenten in der Bundesrepublik. Der Bankrott des US-Autoriesen General Motors (GM) und die von Berlin erzwungene Abtretung der europäischen Konzernteile (Opel, Vauxhall) an ein Deutschland verbundenes Konsortium führen zu großen Einbußen in der US-Automobilindustrie. Die Einbindung Moskaus in die neue Opel-Führung und . . .

Marine im Dauereinsatz
19.02.2009
BERLIN/DJIBOUTI
(Eigener Bericht) - Transatlantische Rivalitäten begleiten den internationalen Aufmarsch von Kriegsschiffen am Horn von Afrika. Zwei Dutzend Fregatten und Zerstörer aus mehr als einem Dutzend Staaten operieren mittlerweile zur Piratenbekämpfung in dem Gebiet, das einige der wichtigsten globalen Seehandelswege umfasst. Dabei bestehen die westlichen Führungsmächte auf getrennten Kommandos. Während die EU ihren ersten eigenständigen Marineeinsatz . . .

Balance statt Exklusion
03.02.2009
MÜNCHEN/WASHINGTON/TEHERAN
(Eigener Bericht) - Vor der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz dringt Berlin auf Kurskorrekturen in der westlichen Mittelostpolitik. Das Verhältnis zu Teheran solle umgehend neu gestaltet werden, fordert der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger; insbesondere die USA müssten "normale Beziehungen zum Iran" aufbauen. In München werden an diesem Wochenende hochrangige iranische Politiker zu genaueren Absprachen erwartet. Hintergrund . . .

Die Welt gestalten
20.01.2009
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Anlässlich der Amtseinführung von Barack Obama bekräftigt Berlin seine Weltmachtambitionen. "Kein Land der Welt", auch nicht die USA, könne die gegenwärtigen "Probleme allein lösen", erklärt Außenminister Steinmeier und verlangt eine stärkere Rolle Deutschlands im Rahmen westlicher Hegemonialpolitik: "Zusammen können wir die Welt auch im 21. Jahrhundert gestalten". Amerika müsse das alleinige Dominanzstreben . . .

Beitrag zur Operationsführung
27.11.2008
BERLIN/WASHINGTON/KABUL
(Eigener Bericht) - Vor dem Regierungswechsel in Washington zeichnet sich eine neue transatlantische Einigung über die künftige Kriegsstrategie am Hindukusch ab. Demnach sollen die Truppen in Afghanistan um rund 20.000 Soldaten aufgestockt werden; zugleich erhalten, wie Berlin es fordert, die "zivil-militärischen" Begleitprogramme größeres Gewicht. Ergänzend wird derzeit getestet, ob es gelingt, die Loyalität einzelner Clanchefs . . .

Stürzende Giganten
18.11.2008
DETROIT/RÜSSELSHEIM/BERLIN
(Eigener Bericht) - US-Experten warnen vor einer Übernahme der amerikanischen Automobilindustrie durch deutsche und japanische Konzerne. Sollte es nicht gelingen, General Motors (GM) vor dem Bankrott zu retten, dann drohten Kettenreaktionen, die den gesamten Kraftfahrzeugsektor in den Ruin treiben könnten, erklären Branchenbeobachter in den Vereinigten Staaten. US-Traditionsunternehmen wie GM oder Chrysler würden danach durch Firmen . . .

"Ringen der großen Mächte"
17.11.2008
GÜTERSLOH/RÜSSELSHEIM/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die Bertelsmann-Stiftung legt der künftigen US-Administration einen außenpolitischen Forderungskatalog vor. Ein "Briefing Book", das in der vergangenen Woche in Washington präsentiert worden ist, fasst der Stiftung zufolge die "Politikempfehlungen für den neuen US-Präsidenten und sein Team aus europäischer Sicht zusammen". Es behandelt sämtliche zentralen Themen der aktuellen Weltpolitik - von den Kriegen . . .

Vom Dollar zum Euro (II)
10.11.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit ersten Forderungen an die künftige US-Administration markieren Berlin und Brüssel ihren Anspruch auf eine weltweite Führungsposition. Die EU wolle bei der Bewältigung der globalen Finanzkrise eine Vorreiterrolle übernehmen, heißt es nach dem informellen EU-Gipfeltreffen Ende letzter Woche. Für den Weltfinanzgipfel am nächsten Wochenende liegen konkrete Vorschläge vor, die heftige Machtkämpfe mit . . .

Wann, wenn nicht jetzt
04.11.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Von der künftigen US-Administration fordern deutsche Politikberater eine stärkere Berücksichtigung deutsch-europäischer Interessen. Washington müsse "die Realität einer multipolaren Weltordnung anerkennen", heißt es in einem kurz vor den Präsidentenwahlen veröffentlichten Strategiepapier des Centrums für Angewandte Politikforschung (CAP). Es verlangt eine modifizierte "Wiederbelebung" des transatlantischen Bündnisses. Der bevorstehende Wechsel im Weißen Haus gilt als . . .

Kaukasische Rivalitäten (II)
24.10.2008
BERLIN/TBILISI
(Eigener Bericht) - Heftige transatlantische Einflusskämpfe begleiten die Zusage von Milliardensummen für sogenannte Wiederaufbaumaßnahmen in Georgien. Objekt des Streits ist die Regierung in Tbilisi, deren aggressiv antirussischer Kurs mit Washington abgestimmt ist, in Berlin aber abgelehnt wird. Die am Mittwoch in Brüssel versprochenen "Hilfsgelder" werden unter der Maßgabe gezahlt, dass sie nicht nur dem Gefolge . . .

Bretton Woods II
23.10.2008
BERLIN/BEIJING/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Im Einflusskampf um die Gestaltung einer neuen globalen Finanzordnung führt die deutsche Kanzlerin vom heutigen Donnerstag an Gespräche in Beijing. Gegenstand sind unter anderem deutsche Forderungen nach Finanzmarktregeln, die von den Vereinigten Staaten bisher entschieden abgelehnt werden. Berlin will die Krise nutzen, um sie gegen Washington durchzusetzen, und sucht Verbündete. China hat . . .

Unheilvolle Konsequenzen
10.10.2008
DUBLIN/BRÜSSEL/BERLIN
(Eigener Bericht) - Vor dem EU-Gipfel Mitte nächster Woche droht ein deutscher Europapolitiker der irischen Regierung mit "unheilvollen Konsequenzen". Dublin müsse dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs unbedingt konkrete Vorschläge vorlegen, wie ein zweites Referendum über den "Vertrag von Lissabon" zu gewinnen sei, verlangt der einflussreiche CDU-Europaparlamentarier Elmar Brok. Wegen eines möglichen Regierungswechsels in London . . .

Zeitenwende
01.10.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die Zuspitzung der westlichen Finanzkrise steigert die Spannungen zwischen Deutschland und den USA. Nach der Zusage einer zweistelligen Milliardenbürgschaft für die Hypo Real Estate, die ernste Belastungen für den deutschen Staatshaushalt mit sich bringt, fürchtet Berlin - auch wegen erheblicher deutscher Bankengeschäfte in den Vereinigten Staaten - neue Zusammenbrüche. Die deutsche Kanzlerin . . .

Kurssprünge
29.09.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit Phraseologien aus dem marxistischen Vokabular versucht die Bundesregierung den Zusammenbruch des westlichen Finanzsystems auf die USA abzuschieben. "Ein maßloser Kapitalismus" und die "Gier" amerikanischer Bankenmanager seien für das Wirtschaftsdesaster verantwortlich, sagte der deutsche Finanzminister Steinbrück (SPD) am Wochenende. Steinbrück und die CDU/CSU/SPD-Regierung hatten sich in der Vergangenheit über Krisenwarnungen hinweggesetzt und . . .

Gestärkt
22.09.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Deutsche Banken und Versicherungskonzerne kämpfen um einen angemessenen Anteil am milliardenschweren Notstandsfonds der US-Regierung. Sie hatte am Wochenende bestätigt, die amerikanischen Steuerzahler um einen Betrag von mindestens 700 Milliarden US-Dollar enteignen zu wollen, und dieses Geld den privaten US-Pleiteinstituten zuzuführen. Die Ankündigung war mit der Einschränkung verbunden, dass nur Finanzunternehmen der USA . . .

Pauper
20.09.2008
NEW YORK/FRANKFURT AM MAIN
(Eigener Bericht) - Durch Übernahme der privaten Bankschulden will die US-Regierung dem Zusammenbruch der westlichen Finanzwirtschaft entgehen. Die Schulden erhöhen sich stündlich und werden inzwischen auf wenigstens 900 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der US-Notenbank Fed droht das Geld auszugehen. Die US-Regierung hat deswegen allein in den vergangenen fünf Tagen für 200 Milliarden US-Dollar Staatsschuldverschreibungen gedruckt und . . .

Re-Regionalisierung
19.09.2008
NEW YORK/FRANKFURT AM MAIN/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Trotz erneuter Geldmengenzufuhr in Höhe von mindestens 180 Milliarden US-Dollar steht die westliche Finanzwirtschaft vor dem Zusammenbruch. Die Implosion wird durch ungeheure Kapitalmengen der staatlichen Münzen, die das private Kreditgewerbe mit Darlehen stützen, zeitlich gedehnt. Allein 40 Milliarden US-Dollar stellte die Europäische Zentralbank den Privatinstituten gestern zur Verfügung, ohne eine entscheidende Wende . . .

Krisengewinner
18.09.2008
NEW YORK/BERLIN/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Der Zusammenberuch der US-Finanzmärkte verschärft die Widersprüche zwischen west- und ostorientierten Teilen der deutschen Wirtschaft. Während Segmente mit transatlantischen Verbindlichkeiten in den Strudel des New Yorker Börsenchaos gerissen werden, gewinnen Anlagenbereiche kontinentaler Prägung an Einfluss. Die Spreizung ist nicht nur branchenspezifisch, sondern durchspannt verschiedene Abteilungen ein und desselben Unternehmens. Insbesondere deutsche Banken, . . .

Am Abgrund
27.08.2008
BERLIN/MOSKAU/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Die deutsche Kanzlerin kündigt eine Neuausrichtung der Beziehungen zwischen der EU und Russland an. Es sei "nicht akzeptabel", dass Moskau die Sezession der georgischen Teilrepubliken Südossetien und Abchasien anerkenne, erklärt Angela Merkel; gleichlautend äußert sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Damit rückt das westliche Bündnis näher zusammen und nimmt im Kaukasuskonflikt eine einheitlichere Frontstellung . . .

Ehrgeizige Ziele
07.07.2008
Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius steigt mit einer Milliarden- übernahme in den lukrativen US-Pharmamarkt ein. . . .

Transatlantische Muskelspiele
25.06.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Expansionsversuche des deutsch-französischen Rüstungskonzerns EADS werden zum Wahlkampfthema in den USA. Nachdem der US-Rechnungshof Government Accountability Office einen Auftrag der US Air Force an EADS und dessen Partner Northrop Grumman zur Lieferung von Tankflugzeugen im Wert von 35 Milliarden US-Dollar kritisiert hat, rechnen Beobachter jetzt mit einer Neuausschreibung und der anschließenden Vergabe . . .

Geprüft und vernommen
20.06.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Zum wiederholten Male hat Außenminister Steinmeier jegliche frühzeitige Kenntnis von Folter im "Anti-Terror-Kampf" der USA bestritten. Wie Steinmeier am gestrigen Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages erklärte, haben Berichte über die Misshandlung des Münchners Abdel Halim Khafagy in US-Haft zu seiner Zeit als Chef des Kanzleramts bei den Lagebesprechungen "keine Rolle" . . .

Kein Kurswechsel
09.06.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Mit Sondierungen zur Außenpolitik der künftigen US-Administration begleitet Berlin den Abschiedsbesuch George W. Bushs in Deutschland. Während der scheidende US-Präsident am morgigen Dienstag zum voraussichtlich letzten Male während seiner Amtszeit in der Bundesrepublik eintrifft, befassen sich deutsche Außenpolitiker und Thinktanks längst schwerpunktmäßig mit seinen Nachfolgekandidaten. Unabhängig vom Wahlausgang rechnen Regierungsberater mit ernsten . . .

Das östliche Grenzgebiet
02.06.2008
BERLIN/WASHINGTON/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Berlin erhöht seine Einflussnahme auf die Gebiete am Schwarzen Meer, die als unmittelbare russische Interessensphäre gelten. Dort werden weitere bewaffnete Auseinandersetzungen erwartet, denen sich das Auswärtige Amt mit einer hochrangig besetzten Tagung widmet. Die Erörterungen über "Regionalkonflikte" insbesondere im südlichen Kaukasus und über die Abwehr illegaler Migration beginnt am morgigen Dienstag in . . .

Jederzeit mobilisierbar
19.05.2008
BERLIN/WASHINGTON/BEIJING
(Eigener Bericht) - Mit einem Treffen mit der deutschen Entwicklungshilfeministerin und einer Rede in Berlin beendet der Dalai Lama am heutigen Montag seinen jüngsten Deutschland-Aufenthalt. Nach Interventionen aus Wirtschaftskreisen hat die Bundesregierung ihre antichinesischen Provokationen diesmal eingeschränkt; weder die Kanzlerin noch der Außenminister, auch nicht der Bundespräsident sind zu einem aktuellen Treffen mit dem tibetischen . . .

Übernahmephantasien
07.05.2008
KÖLN/WIEN
(Eigener Bericht) - Mit der geplanten Übernahme der Austrian Airlines (AUA) durch die Deutsche Lufthansa steht ein neuer Schritt in der europäischen Luftfahrt-Fusionswelle bevor. Die AUA zählt zu den kleineren europäischen Fluggesellschaften, deren Verschwinden womöglich noch in diesem Jahr erwartet wird; sie ist hoch verschuldet, muss dringend einen potenten Käufer finden und gilt daher als . . .

Masterplan
06.05.2008
Die Deutsche Telekom erwägt eine Milliarden- Übernahme in den USA und setzt zum Sprung an die Spitze des Weltmarktes an. . . .

Vorstoß
25.04.2008
Der deutsch- französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS stößt mit einem Zukauf in den großen US-Markt für "Heimatschutz" vor. . . .

Operationen gegen China
15.04.2008
LHASA/WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mehrere Vorfeldorganisationen der Berliner Außenpolitik unterstützen seit Jahren die tibetischen Exilstrukturen im indischen Dharamsala. Dabei handelt es sich unter anderem um organisatorische Hilfsmaßnahmen, die es der "Exilregierung" in Dharamsala ermöglichen, ihre gegen die Volksrepublik China gerichteten Aktivitäten weltweit zu orchestrieren. Kooperationen mit der "Exilregierung" und anderen Einrichtungen des tibetischen Exils unterhalten vor . . .

Oktober 2001
13.03.2008
BERLIN/DAMASKUS
(Eigener Bericht) - Aussagen des ehemaligen CIA-Europachefs über die Verschleppung von Verdächtigen im "Anti-Terror-Kampf" belasten die Spitzen der deutschen Geheimdienste und Außenminister Frank-Walter Steinmeier schwer. Wie Tyler Drumheller gegenüber einem deutschen Wochenmagazin bestätigt, war Berlin bereits im Herbst 2001 über die US-Praktiken informiert und führte darüber Verhandlungen mit der CIA. Drumheller nennt in diesem Kontext . . .

Transatlantische Achse
11.03.2008
BERLIN/PARIS/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Nach dem Zuschlag für einen "Jahrhundertauftrag" der US-Luftwaffe kündigt der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS Firmenübernahmen in den Vereinigten Staaten an. Wie es in einer internen EADS-Mitteilung heißt, wird das Unternehmen noch 2008 "mindestens einen" Zukauf in den USA tätigen. Die Expansion gilt der Rüstungs- und Repressionsbranche und zielt auf die Teilhabe am mit . . .

Nervenzentrum
06.03.2008
WIESBADEN-ERBENHEIM
(Eigener Bericht) - Auseinandersetzungen um die Verlegung des Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte in Europa nach Wiesbaden (Bundesland Hessen) begleiten die Verhandlungen über die Bildung einer neuen hessischen Landesregierung. Die US Army will im Rahmen ihrer Kriegsvorbereitungen die bisherige Militärleitzentrale in Heidelberg auflösen. Das neue Hauptquartier in der hessischen Landeshauptstadt wird künftig eine von nur wenigen, aber . . .

Söldner
27.02.2008
KUNDUZ/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Deutsche Soldaten und Polizisten kooperieren beim Training der afghanischen Polizei mit einer berüchtigten privaten Söldnerfirma. Dies ist einem Bericht des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr zu entnehmen. Bei der Firma handelt es sich um das US-Unternehmen DynCorp, eine der größten sogenannten Private Security Companies (PSCs), die auf den weltweiten Kriegsschauplätzen Aufträge westlicher Regierungen umsetzen. . . .

Weltmacht-Theorie
06.02.2008
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Neue Theorien zur Legitimation von Aufstandsbekämpfung und Krieg werden in außen- und militärpolitischen Führungszirkeln in der deutschen Hauptstadt diskutiert. Dabei handelt es sich um Erklärungsmuster, die Armutsrevolten und Aufstände gegen Besatzungsherrschaft mit Hilfe der Demografie zu deuten suchen. Demnach sei die Ursache für Unruhen in der islamischen Welt und in Afrika in . . .

Veränderte Machtverhältnisse
18.12.2007
BERLIN/WASHINGTON/PARIS
(Eigener Bericht) - In Vorbereitung auf den NATO-Gipfel im kommenden April verlangt Berlin eine stärkere Ausrichtung des westlichen Kriegsbündnisses auf deutsche Interessen. Hintergrund sind Hegemonialkämpfe zwischen den kerneuropäischen Machtzentren und den Vereinigten Staaten, die sich gegenwärtig in einer Reihe konkreter Differenzen niederschlagen. So ist die NATO über die Kriegsstrategie in Afghanistan, über ihre künftige Gesamtstrategie, . . .

Lücken schließen
17.12.2007
Die Deutsche Lufthansa AG beteiligt sich erstmals an einer US-Airline. . . .

Civilians on the Battlefield
28.11.2007
ROSTOCK/HOHENFELS/BAGDAD/LINZ
(Eigener Bericht) - Deutsche Unternehmen ermöglichen mit der Vermittlung Tausender "Statisten" an die US Army Militärtrainings für völkerrechtswidrige Kriegshandlungen im Irak. Die Manöver, für die unter anderem eine "Firma DSS" aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) Zivilpersonal bereitstellt ("Civilians on the Battlefield"), dienen der unmittelbaren Vorbereitung von Kampfeinsätzen in dem vom internationalen Recht nicht gedeckten Krieg. Bei der . . .

Schwächungsstrategien (IV)
22.10.2007
BERLIN/URUMQI/MÜNCHEN/BEIJING
(Eigener Bericht) - Berliner Außenpolitiker führen Gespräche mit einer chinesischen Separatistin und erhöhen den politischen Druck auf Beijing. Wie der "Weltkongress der Uiguren" (Sitz: München) mitteilt, wird seine Präsidentin Rebiya Kadeer unter anderem im Auswärtigen Amt empfangen. Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit aus der Autonomen Region Xinjiang (Westchina), sie streben die Sezession ihrer Wohngebiete . . .

Neuausrichtung
17.10.2007
Der Finanzkonzern Münchener Rück weitet mit einer Übernahme seine Aktivitäten auf dem amerikanischen Versicherungsmarkt aus. . . .

Strategisch perfekt
18.09.2007
Die Deutsche Telekom übernimmt den US-Konkurrenten Suncom Wireless. . . .

Hauptstützpunkt
28.08.2007
KAISERSLAUTERN/BITBURG/WIESBADEN/NÜRNBERG
(Eigener Bericht) - Unter dem Eindruck permanenter Militärübungen der US-Streitkräfte nehmen zivile Proteste in Südwestdeutschland zu. Die von den westlichen Truppen geführten Kriege gegen Afghanistan und den Irak haben die Flugbewegungen in der Nähe von US-Basen stark ansteigen lassen, heißt es in Berichten aus Kaiserslautern und Bitburg (Bundesland Rheinland-Pfalz). Seitdem kommt es nicht nur zu . . .

Nicht die letzte
22.08.2007
Die deutsche Infineon Technologies AG übernimmt den Mobilfunk des US-Konkurrenten LSI Logic Corporation und kündigt weitere Zukäufe an. . . .

Endloser Krieg
14.08.2007
HONG KONG
Asia Times, eine Internetzeitung aus Hong Kong, hat am 8. August eine Analyse der deutschen Außenpolitik publiziert. Der Autor, der unter dem Pseudonym "Axel Brot" publiziert, ist ein ehemaliger deutscher Geheimdienstmitarbeiter. . . .

Hauptanlageland
14.08.2007
WASHINGTON/BERLIN
(Eigener Bericht) - Trotz der Bereitstellung dreistelliger Milliardensummen durch die Europäische Zentralbank schließen Analysten dramatische Auswirkungen des US-Hypothekencrashs auf die deutsche Wirtschaft nicht aus. Die Finanzkrise sei "noch nicht vorüber", warnen Börsenexperten in Frankfurt am Main. Nach den Milliardenverlusten des Düsseldorfer IKB-Instituts, die der Steuerzahler trägt, und weiteren Millionen-Abschreibungen mehrerer deutscher Banken werden Firmenzusammenbrüche erwartet. . . .

Mordsgeschäfte (II)
20.06.2007
LEVERKUSEN
(Eigener Bericht) - Mit einer Übernahme in dreistelliger Millionenhöhe baut die deutsche Bayer AG ihre Position auf dem heftig umstrittenen Weltmarkt für Saatgut aus. Führenden westlichen Konzernen, darunter Bayer, wird vorgeworfen, mit dem Verkauf patentgeschützter Pflanzensorten Millionen von Kleinbauern in Asien, Afrika und Lateinamerika in Abhängigkeit und Armut zu treiben. Auch Geschäfte mit genetisch verändertem . . .

Irritationen
17.06.2007
BERLIN/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Jüngste Misserfolge bei der deutschen Konzernexpansion verstärken die Auseinandersetzungen zwischen transatlantisch orientierten und nach Osten ausgreifenden Interessengruppen in Berlin. Aktueller Kristallisationspunkt der Widersprüche zwischen den unterschiedlichen Wirtschaftsfraktionen ist der deutsch-französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS. Das Unternehmen hat soeben eine empfindliche Niederlage in den USA einstecken müssen. Ursache ist die enge EADS-Kooperation mit . . .

Abgleiten in die Barbarei (II)
11.06.2007
STRASBOURG/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und ihre rot-grüne Vorgängerin erhebt der Sonderberichterstatter des Europarats. Dick Marty (Schweiz) war vor mehreren Monaten beauftragt worden, die Folterkooperation mit den Vereinigten Staaten zu untersuchen. In dem am Wochenende vorgelegten Bericht schreibt Marty, ohne Handlangerdienste der Verbündeten Washingtons, darunter Deutschland, hätte das von den USA installierte . . .

Krieg
21.05.2007
BERLIN/PARIS/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Trotz anhaltender Auseinandersetzungen zwischen einigen EU-Staaten und Moskau verlangt die deutsche Kanzlerin eine konsequente Kooperation mit Russland. So gebe es bei der Entwicklung des Satellitennavigationssystems Galileo "gute Möglichkeiten" einer europäisch-russischen Zusammenarbeit, erklärte Angela Merkel nach dem EU-Russland-Gipfeltreffen in Samara. Galileo soll die EU von US-Technologie unabhängig machen und ihr militärische "Handlungsfreiheit" sichern. . . .

Die Letzten werden die Ersten sein
07.05.2007
FRANKFURT AM MAIN/PARIS/NEW YORK
(Eigener Bericht) - Nach einer empfindlichen Abfuhr in Frankreich verlegt die Deutsche Börse ihre Expansionspläne nach Übersee und plant eine milliardenschwere Übernahme in den USA. Zuletzt hatten sich die Frankfurter Börsianer mit Zukäufen in Russland und der Volksrepublik China konsolidiert, ohne dabei durch wechselhafte Pariser Stimmungslagen behindert zu werden. Vor diesem Hintergrund wird jetzt eine . . .

Chancen
03.05.2007
SHARM EL SHEIK/BAGDAD/GÜTERSLOH
(Eigener Bericht) - Vor der heute beginnenden internationalen Irak-Konferenz verlangt die deutsche Bertelsmann-Stiftung terminliche Festlegungen für den Abzug der westlichen Besatzungstruppen. Die "Gestaltungsmöglichkeiten der USA" würden "angesichts der als Versagen wahrgenommenen Irak-Politik geringer", urteilt der einflussreichste deutsche Thinktank und fordert eine stärkere Beteiligung der EU an der Neuordnung der Ressourcenregion rings um den Persischen Golf. . . .

Nicht fremd
01.05.2007
DORTMUND/ERFURT/RÜSSELSHEIM
(Eigener Bericht) - Mehrere tausend Neonazis werden am heutigen Dienstag bei Aufmärschen in sechs deutschen Städten erwartet. Die Demonstrationen am 1. Mai, einem landesweiten Feiertag, vereinigen unterschiedliche Flügel des deutschen Rechtsextremismus und werben unter Rückgriff auf NS-Parolen für einen "nationalen Sozialismus". Die außenpolitische Komponente der NS-Aufmärsche richtet sich insbesondere gegen die USA. Den Vereinigten Staaten . . .

Eine leichte Abkopplung
29.04.2007
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Vor dem morgigen EU-USA-Gipfel attestieren deutsche Experten der amerikanischen Wirtschaft "Schwächetendenzen" und fordern von Washington einen Abbau von Schutzmaßnahmen für US-Unternehmen. Angesichts der eigenen ökonomischen Stärke werden deutsche Firmen bei einer weiteren Deregulierung des transatlantischen Handels die Oberhand gegenüber amerikanischen Konkurrenten gewinnen können, frohlockt man in Berlin. Hintergrund sind langfristige Tendenzen in . . .

Zwei weitere Männer
25.04.2007
BREMEN/BERLIN/KANDAHAR/GUANTANAMO
(Eigener Bericht) - Schwere Vorwürfe des ehemaligen US-Lagerhäftlings Murat Kurnaz gegen mehrere deutsche Regierungsstellen bleiben undementiert. Beschwerden oder Forderungen nach Gegendarstellungen zu dem gestern veröffentlichten Leidensbericht des im Sommer 2006 freigekommenen Bremers seien bislang nicht eingetroffen, bestätigt ein Sprecher der Rowohlt-Verlages, in dem das Buch erschienen ist. "Wir äußern uns dazu nicht", heißt es auf . . .

Westbindung
24.01.2007
ESSEN/DUISBURG
(Eigener Bericht) - Der deutsche Stahl- und Rüstungsriese ThyssenKrupp vermeldet Rekordgewinne und kündigt die weitere Expansion auf seinem wichtigsten außereuropäischen Markt an. Mit dem Bau eines bedeutenden neuen Werkes in den Vereinigten Staaten werde das Unternehmen seine starke Position in Nordamerika weiter ausbauen, heißt es in der Firmenzentrale. Das Vorhaben ersetzt die ursprünglichen Expansionspläne, die . . .

Ohne Widerstand
16.01.2007
TEHERAN/BAGDAD/BERLIN
(Eigener Bericht) - Angesichts deutlicher US-Vorbereitungen auf einen weiteren Angriffskrieg im Mittleren Osten verlangen Berliner Außenpolitiker verstärkte Teilhabe an den Energieressourcen des Irak. Der Energiebedarf Deutschlands und der EU werde in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen; daher müsse der kriegszerstörte und vor dem Zerfall stehende Golfstaat "bald wieder zu einem bedeutenden Ölproduzenten werden", fordert der . . .

Dünne Luft
20.12.2006
FRANKFURT AM MAIN
(Eigener Bericht) - Mit den Ferienflügen der kommenden Weihnachtssaison will die Deutsche Lufthansa ihren Jahresgewinn auf 750 Millionen Euro steigern. Die Rekordeinnahmen ermöglichen dem Unternehmen die Übernahme bedeutender Konkurrenten und sichern eine führende Position im Konzentrationsprozess der europäischen Luftfahrtunternehmen. Unter den Übernahmekandidaten rangiert die spanische Fluggesellschaft Iberia an erster Stelle. Iberia verfügt über enge Geschäftsverbindungen . . .

Signale
15.12.2006
Der deutsch- französische Rüstungskonzern EADS will sein Geschäft mit dem US-Militär in den kommenden Jahren massiv ausbauen. . . .

Geteilte Menschenrechte
14.12.2006
BONN
Über die Darfur-Politik der Bundesregierung und ihre Einbettung in die Afrikastrategie der Vereinigten Staaten sprach german-foreign-policy.com mit Dr. Helmut Strizek. Strizek arbeitete von 1974 bis 2004 im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, war von 1980 bis 1983 in Kigali (Ruanda) tätig und forscht seit 1992 über Zentral- und Ostafrika. Er ist Autor des Bandes . . .

Sudan: Das linke Deckmäntelchen
14.12.2006
KHARTUM/BERLIN
(Eigener Bericht) - Auf hartnäckiges Drängen Berlins und der EU entsenden die Vereinten Nationen eine "Expertenkommission" in das westsudanesische Bürgerkriegsgebiet Darfur. Dies hat der UN-Menschenrechtsrat am gestrigen Mittwoch beschlossen. Während damit der sudanesische Bürgerkrieg weiter internationalisiert wird, hält in Berlin die Debatte über eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Darfur an. Mehrere Minister sowie Außenpolitiker der . . .

Mit Rebellen gegen Khartum
13.12.2006
BONN
Über die Darfur-Politik der Bundesregierung und ihre Einbettung in die Afrikastrategie der Vereinigten Staaten sprach german-foreign-policy.com mit Dr. Helmut Strizek. Strizek arbeitete von 1974 bis 2004 im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, war von 1980 bis 1983 in Kigali (Ruanda) tätig und forscht seit 1992 über Zentral- und Ostafrika. Er ist Autor des Bandes . . .

Sudan: Die Anti-Khartum-Front
13.12.2006
KHARTUM/BERLIN/TEL AVIV
(Eigener Bericht) - Berlin erhöht den Druck auf Khartum und wird am kommenden Freitag über eine Verlängerung des Sudan-Einsatzes der Bundeswehr entscheiden. Die sudanesische Regierung müsse die Bürgerkriegsregion Darfur für UN-Truppen öffnen, verlangt der Bundestagsausschuss für Menschenrechte; andernfalls solle die EU Sanktionen gegen das ostafrikanische Land verhängen. Auf Betreiben Brüssels verhandelt seit dem gestrigen Dienstag . . .

Heinrich Böll u. Co: "Manche CIA-Wässerchen"
29.11.2006
BERLIN/WASHINGTON/BERN/ROM
(Eigener Bericht) - Mehrere Chefkorrespondenten der führenden deutschen TV-Anstalten standen bei Beginn ihrer Karrieren in ARD und ZDF mit CIA-Vorfeldorganisationen in Kontakt. Treffpunkt war eine "geheimdienstlich finanzierte Villa in Rheinnähe", sagt der Autor eines für heute angekündigten Dokumentarfilms des deutsch-französischen Senders ARTE im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Spitzenjournalisten wurden in Washington eingesetzt. Ihre Berichte . . .

Die NATO in Riga: Dissens
27.11.2006
RIGA/BERLIN
(Eigener Bericht) - Vor dem morgen beginnenden NATO-Gipfel führt das Scheitern der westlichen Besatzungspolitik in Afghanistan zu schweren Spannungen. Auslöser ist die Weigerung Berlins, deutsche Soldaten in Kampfeinsätze im Süden des Landes zu schicken. Hintergrund sind gravierende Differenzen über die Ausrichtung des Kriegsbündnisses und über eine eventuelle Erweiterung um neue Mitgliedsstaaten und Kooperationspartner. Der "fundamentale . . .

Heinrich Böll: "Staatlich gesteuert"
24.11.2006
BERLIN/KÖLN/PARIS
(Eigener Bericht) - Der deutsche Schriftsteller Heinrich Böll hat für mehrere Tarnorganisationen des US-Auslandsgeheimdienstes gearbeit. Dies behauptet eine TV-Dokumentation des deutsch-französischen Senders ARTE, die gestern in Berlin der Presse vorgestellt wurde. "Wir alle haben für die CIA gearbeitet", bekennt darin die ehemalige Geschäftsführerin des Kölner Kulturstützpunktes, die Böll für europaweite Aktionen der CIA heranzog. Man . . .

Hundertneunzig Zentimeter Länge
14.11.2006
MÜNCHEN
In seinem Buch "BND. Der deutsche Geheimdienst im Nahen Osten" (F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung) schildert Autor Erich Schmidt-Eenboom die Tätigkeit des BND-Partnerdienstes CIA in Frankfurt am Main und stellt die Umstände dar, unter denen der entführte Deutsche Haydar Zammar vom BND in einem syrischen Foltergefängnis vernommen wurde. german-forein-policy.com bringt Auszüge. . . .

Steinmeier und seine Komplizen
14.11.2006
FRANKFURT AM MAIN/MÜNCHEN/WASHINGTON/DAMASKUS
(Eigener Bericht) - In Frankfurt am Main residiert die Leitzentrale weltweiter Akte von Menschenraub, Folter und Subversion. Die Kommandoeinheit besteht aus etwa 200 Agenten des US-Geheimdienstes CIA und war an der Entführung deutscher Staatsbürger beteiligt - mit Wissen der Berliner Behörden. Dies ist einer Buchveröffentlichung über die deutsche Auslandsspionage (BND) zu entnehmen, die heute auf . . .

Aggressiv
09.10.2006
Die Deutsche Telekom expandiert mit Milliarden- Investitionen im US- Mobilfunkmarkt. . . .

Transatlantische Verbrechensausbeute
05.10.2006
BERLIN/WASHINGTON/BEIRUT/KANDAHAR
(Eigener Bericht) - Deutsche Sicherheitsbehörden haben mehrere Unschuldige den Deportations- und Folterverbrechen der USA zugeführt und dabei auch selbst Hand angelegt. Aktuelle Aussagen des dritten Folteropfers, des Bremers Murat Kurnaz, bestätigen die systematische deutsche Beihilfe zu Verschleppung, Freiheitsberaubung und physischer Erniedrigung. Das Schicksal der Folteropfer (neben Murat Kurnaz auch Khaled el Masri, Mohammed Haydar Zammar . . .

Gezielt
08.08.2006
Der Handelskonzern Metro erwirbt das komplette Deutschand- Geschäft seines US-Konkurrenten Wal-Mart, der sich vom deutschen Markt zurückzieht. . . .

Dominant
04.07.2006
Die Siemens AG übernimmt für 4,2 Milliarden Euro das Diagnostik- Geschäft des Konkurrenten Bayer und verschärft damit den Druck auf den US-Rivalen General Electric. . . .

Rückenwind
03.07.2006
Der deutsch- französische Rüstungskonzern EADS wird zum ersten Mal in seiner Geschichte zum Haupt- Auftragnehmer der US-Streitkräfte. . . .

Wachstumsprobleme
12.06.2006
BONN
(Eigener Bericht) - Mit Investitionen in Milliardenhöhe sucht die Deutsche Telekom ihre Position auf dem bereits hochgradig konzentrierten internationalen Telekommunikationsmarkt zu sichern. Die Wachstumsmöglichkeiten seien inzwischen begrenzt, heißt es in Wirtschaftskreisen; neben kleineren Zukäufen in Südosteuropa müssten weitere Expansionschancen gefunden werden, um die Stellung des Konzerns ausbauen zu können. Firmenvertreter hoffen auf Erfolg bei einer . . .

Skrupellos
11.06.2006
WASHINGTON/MÜNCHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Begünstigung deutscher Regierungsstellen bei der Flucht des NS-Massenmörders Adolf Eichmann ruft in der Bundesrepublik keine öffentliche Empörung hervor und bleibt ohne publizistischen Nachhall. Eichmann war als Leiter des NS-"Judenreferats" im Reichssicherheitshauptamt für die Deportationen in die Gaskammern verantwortlich und floh nach 1945 aus Deutschland. Wie jetzt freigegebene Archivakten belegen, wusste die . . .

In flagranti
07.06.2006
LEIPZIG/WASHINGTON/BERLIN/BAGDAD
(Eigener Bericht) - Die Verlegung von Nachschubkräften für den Irak- und Afghanistan-Krieg über den Flughafen Leipzig hat begonnen. Ein Kontingent mit 400 US-Soldaten landete am vergangenen Sonntag. Dies dokumentieren Fotos, die german-foreign-policy.com heute veröffentlicht. Wie die Deutsche Flugsicherung auf Anfrage bestätigt, kam der Truppentransport aus den USA und gab als Zielflughafen Kuwait an. Obwohl es . . .

In den Urlaub
02.06.2006
BAGDAD/KUWAIT/LEIPZIG/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - US-Kombattanten nutzen den Flughafen Leipzig beim Anmarsch ins irakisch-afghanische Kampfgebiet. Der erste Anflug fand am 23. Mai statt, ab dem 1. Juli sind monatlich bis zu 160 Start- und Landemanöver vorgesehen. Dies erfährt german-foreign-policy.com aus Leipzig. Auch die Auffrischung der Kriegstruppen durch Rotation und ihre zeitweise Rückverlegung erfolgt über den Leipziger Flughafen. . . .

Rekord
31.05.2006
Der Chemiekonzern BASF hat den Widerstand des US-Unternehmens Engelhard gegen eine feindliche Übernahme gebrochen und kann damit den größten Zukauf seiner Geschichte tätigen. . . .

Türöffner
05.05.2006
Nach ihrem Washington-Besuch gilt die deutsche Kanzlerin als sicherste US-Verbündete in Europa. . . .

Ultimatum
04.05.2006
Während die feindliche Offerte für den US-Konkurrenten Engelhard noch läuft, meldet der Chemiekonzern BASF eine weitere Übernahme in den Vereinigten Staaten. . . .

Meilenstein
27.04.2006
Die Siemens AG will mit der Übernahme der US-Firma Diagnostic Products seine Medizintechnik- Sparte stärken. . . .

Hilferuf
20.04.2006
LONDON/BERLIN/NEW YORK
(Eigener Bericht) - In einem dringenden Appell bitten britische Konservative die USA um Hilfe gegen das deutsche Vormachtstreben und die EU. Berlin habe seinen politischen Einfluss "dramatisch gesteigert" und werde auch unter der CDU-Kanzlerin von den hegemonialen Zielen seiner Außenpolitik nicht ablassen, warnt der Londoner Parlamentsabgeordnete Bill Cash. Cash wirft Washington vor, einem "strategischen Irrtum" . . .

Meilenstein
04.04.2006
Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental erwirbt für eine Milliarde Dollar das Automobil- Elektronikgeschäft des US-Unternehmens Motorola. . . .

Letzte Warnung
06.03.2006
BERLIN/DAMASKUS/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Am heutigen Montag bietet die Bundesregierung im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) erneut Zeugen der deutschen Auslandsspionage auf, um einem drohenden Untersuchungsausschuss in letzter Minute zu entgehen. Die in den vergangenen Tagen präparierten Geheimdienstmitarbeiter sind gegenüber dem PKG nicht zu wahrheitsgemäßen Aussagen verpflichtet und sollen sich selbst sowie ihren Dienstherrn vom Vorwurf . . .

Zielradius bis Beijing
05.03.2006
NEW DELHI/BERLIN/HANNOVER
(Eigener Bericht) - Die militärische Aufrüstung Indiens durch die USA will Berlin mit wirtschaftspolitischen Offensiven beantworten und den deutschen Einfluss in New Delhi deutlicher zur Geltung bringen. US-Präsident Bush hatte in den vergangenen Tagen angekündigt, Indiens Nuklearpotential stärken zu wollen, und entsprechende Lieferungen aus den USA zugesagt. Die Angebote richten sich gegen die Volksrepublik China. . . .

Erpressbar
28.02.2006
BERLIN/BAGDAD/QATAR
(Eigener Bericht) - US-Regierungskreise beantworten die Berliner Ausflüchte in dem jüngsten BND-Bericht mit neuen Enthüllungen über das tatsächliche Ausmaß der deutschen Zuarbeit beim Überfall auf den Irak. Die in der New York Times publizierten Details offenbarten eine "ungeheuerliche Geschichte", urteilt der FDP-Außenpolitiker Dr. Rainer Stinner im Gespräch mit dieser Redaktion. Sollte sich die Veröffentlichung bewahrheiten, . . .

Dramatisch
15.02.2006
Der ehemalige Staatskonzern Deutsche Post erwirbt kurz nach dem Kauf des britischen Logistikgiganten Exel ein weiteres Unternehmen aus Großbritannien. . . .

Drohungen, Schutzgelder, Krieg
05.02.2006
MÜNCHEN
(gfp.com) - Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert größeren deutschen Einfluss in der NATO und will die Schlagkraft des westlichen Kriegsbündnisses durch weltweite Kooperationen mit Drittstaaten vergrößern. Die Pläne, die Merkel am gestrigen Samstag auf dem Münchner Rüstungstreffen bekannt gab, erweitern das militärisch-finanzielle Potential des transatlantischen Paktes und ergänzen Pläne der USA. Nach den Worten von US-Verteidigungsminister . . .

Unfreundlich
25.01.2006
Trotz Gegenwehr der betroffenenen Konkurrenten halten mehrere deutsche Großkonzerne an Expansionsplänen in Milliardenhöhe fest. . . .

Ausgleich
06.01.2006
Der deutsch-französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS wird im zivilen Bereich vom Rivalen Boeing überflügelt und will deshalb sein Militärgeschäft forcieren. . . .

Kaufrausch
05.01.2006
Während in Deutschland gegen US-amerikanische Finanzinvestoren Stimmung gemacht wird, die angeblich die deutsche Industrie aufkaufen, verstärken deutsche Konzerne durch milliardenschwere Übernahmen ihre Position in Nordamerika. . . .

Sofern sie noch leben
14.12.2005
BREMEN/GUANTANAMO/DAMASKUS/KABUL/BERLIN
(Eigener Bericht) - In Zusammenarbeit mit US-Behörden haben deutsche Stellen den verschleppten Bremer Murat Kurnaz im US-Lager Guantánamo verhört und ihn anschließend seinen Folterern überlassen. Dies ergeben Recherchen von german-foreign-policy.com. Der 23jährige befindet sich seit vier Jahren in den Händen der US-Behörden. Er ist ohne Rechtsbeistand der Bundesrepublik, aber wurde von deutschen Stellen in dem . . .

Nach Recht und Gesetz
12.12.2005
BERLIN/DAMASKUS/GUANTANAMO
(Eigener Bericht) - Trotz erwiesener Beihilfe deutscher Behörden weigern sich die Verantwortlichen, wegen Menschenraub und Folter die Konsequenzen zu ziehen. Betroffen sind die ehemaligen Minister Fischer und Schily sowie die amtierenden Regierungsmitglieder Steinmeier und Zypries. In ihrer Amtszeit wurden Bundesbürger ins Ausland entführt, dort gefoltert und gelten als verschollen oder ermordet. An den Verbrechen haben . . .

Wer ist "Sam", der deutsche Foltergesandte?
09.12.2005
NEW YORK/KABUL/BERLIN
(Eigener Bericht) - Behörden der Bundesrepublik Deutschland sind an Deportationen durch US-Dienste aktiv beteiligt und haben der Folterhaft eigener sowie fremder Staatsbürger wiederholt beigewohnt. Dies ergeben Recherchen von german-foreign-policy.com. Während der monatelangen Misshandlungen des nach Afghanistan verschleppten Bundesbürgers Khaled el-Masri durch US-Verantwortliche wurde ein Deutscher eingesetzt, um aus dem Folteropfer zusätzliche Informationen zu erpressen. Die . . .

Komplizen
07.12.2005
Außenminister Steinmeier hat seine Mitwisserschaft im Fall des von den USA entführten deutschen Staatsbürgers Khaled el-Masri eingeräumt. . . .

Vertraulich
05.12.2005
Pünktlich zu Beginn ihrer Deutschland-Reise stellt die US-Außenministerin die frühere Bundesregierung bloß: Berlin weiß seit 2004 von den Folterflügen der CIA. . . .

Nicht zuständig
23.11.2005
Trotz neuer Vorwürfe wegen möglicher Geheimdiensttransporte über deutsche Flughäfen bleibt die Bundesregierung untätig. . . .

Bloßgestellt
22.11.2005
BERLIN/NEW YORK/BAGDAD
(Eigener Bericht) - Der neue deutsche Außenminister Steinmeier (SPD) ist für die Weitergabe falscher Geheimdienstinformationen im Vorfeld des Irak-Krieges verantwortlich und steht im Verdacht der Begünstigung des Angriffs auf Bagdad. Dies geht aus Hinweisen mehrerer Mitarbeiter der deutschen Auslandsspionage (BND) hervor, die von der "Los Angeles Times" zitiert werden. Demnach stellte der BND seiner US-Partnerorganisation . . .

Wettlauf
16.11.2005
Die Deutsche Bahn und die Deutsche Post verstärken durch milliardenschwere Zukäufe die deutsche Führungsposition auf dem internationalen Logistik-Markt. . . .

Verstärkung
07.11.2005
Die Deutsche Bahn bereitet eine Milliarden-Übernahme in den USA vor. . . .

Berlin schweigt
05.11.2005
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Behörden der Bundesrepublik Deutschland sind in schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen verwickelt und haben Kenntnis von systematischen Folterungen im "Anti-Terror-Kampf" der USA. Dies erfährt german-foreign-policy.com aus Sicherheitskreisen in Washington und Wiesbaden. Demnach verfügen die deutsche Auslandsspionage (Bundesnachrichtendienst/BND), das ebenfalls geheimdienstlich operierende Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sowie das Bundeskriminalamt (BKA) über erstrangige Informationen aus der Folter-Praxis . . .

Bedeutende Größe
28.09.2005
Die Deutsche-Post-Tochter DHL plant die Eröffnung einer Kette von Filialen in den USA, um weitere Kunden von den beiden US-Anbietern UPS und Fedex abzuwerben. . . .

Weltweit in Führung
26.09.2005
DÜSSELDORF
(Eigener Bericht) - Mit der Übernahme des fünftgrößten niederländischen Energieversorgers NRE Energie setzt die deutsche Eon AG ihre Expansion fort. Die Akquisition, deren Vollzug vor wenigen Tagen gemeldet wurde, erfolgt im Vorfeld eines Angriffs auf den britischen Markt und lässt das Düsseldorfer Unternehmen in neue Dimensionen wachsen: Eon will zum weltweit führenden Strom- und Gasunternehmen . . .

Abgang
17.08.2005
BERLIN/NEW YORK
(Eigener Bericht) - Nach dem Desaster der deutschen UNO-Politik wird dem verantwortlichen UN-Botschafter in New York und vormaligen Politischen Direktor des Auswärtigen Amtes, Gunter Pleuger, eine baldige Demission nahe gelegt. Dies erfährt german-foreign-policy.com aus dem Auswärtigen Ausschuss des Bundestages. Dort wächst der Unwille über die Vorgehensweise Pleugers, der den deutschen Aufstieg in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen herbeiführen sollte, aber einen politischen Scherbenhaufen . . .

Verteilte Rollen
15.08.2005
BERLIN/MOSKAU/WASHINGTON
(Eigener Bericht) Nach politischen Absprachen in Washington bereitet sich der CDU-Außenbevollmächtigte Wolfgang Schäuble auf eine Einladung nach Moskau vor und soll dort Befürchtungen vor Berliner Kursänderungen gegenüber Russland zerstreuen. Schäuble vertritt die deutsche Kanzlerkandidatin Merkel. Frau Merkel hat angekündigt, die Beziehungen zu den USA stärker gewichten zu wollen und das Verhältnis mit Moskau ebenso abzustufen wie das mit Paris. In Erwartung einer . . .

Deutsche Lobby
04.07.2005
BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Für die Einflussarbeit in den Vereinigten Staaten geben deutsche Unternehmen hohe Millionenbeträge aus. Dies hat eine US-amerikanische Nicht-Regierungsorganisation recherchiert. Die deutschen Maßnahmen zielen auf Gesetzgebungsverfahren und sollen die Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Behörden erleichtern. Demnach haben deutsche Firmen seit 1998 mehr als 72 Millionen US-Dollar in gezielte Interessensteuerung investiert. Damit ist die BRD-Wirtschaft . . .

Deutsche Leichen
07.06.2005
BERLIN/WASHINGTON/TEHERAN
(Eigener Bericht) - Bei dem heutigen Außenministertreffen in Washington bahnt sich ein deutsch-amerikanischer Handel um Veränderungen im UN-Sicherheitsrat und um Militärschläge gegen Teheran an. Berlin verlangt, in das höchste Gremium der Vereinten Nationen aufzusteigen, aber trifft auf andauernde Vorbehalte der USA. Washington optiert für eventuelle Angriffe gegen Iran, aber fürchtet deutsche Obstruktionen, die zu neuen transatlantischen Belastungen führen könnten. Diese Befürchtungen hat . . .

Brüsseler Spitzen
15.02.2005
NEW YORK / BRUXELLES / MÜNCHEN (Eigener Bericht)
Bei dem bevorstehenden NATO-Treffen in Bruxelles will die Bundesregierung den Widerstand der USA gegen eine deutsche Vollmitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat brechen und bietet dafür militärische Kompromisse an. Ein entsprechendes Angebotspaket, das die Bewahrung der NATO an Berliner UNO-Wünsche koppelt, hatten der Bundeskanzler und sein Außenminister am Wochenende in München präsentiert. Die Auftritte waren in der Öffentlichkeit als eventuelle Absage an das westliche Militärbündnis . . .

Hilfsangebote
08.02.2005
KRONBERG/BERLIN
Anlässlich des Antrittsbesuchs der US-Außenministerin Rice in Berlin hat Bundeskanzler Schröder ein verstärktes Engagement Deutschlands im Irak angekündigt. Im Zentrum der deutschen Angebote stehen die Ausbildung von Polizisten und Militärkräften für das kriegszerstörte Land sowie der Aufbau von staatlichen Institutionen wie beispielsweise Ministerien. Kurz zuvor hatte Innenminister Schily bei US-Präsident Bush in Washington erklärt, deutsche Experten könnten den Aufbau des Innen- und . . .

Vitale Interessen
04.02.2005
WASHINGTON/BERLIN
Berlin strebt eine Neujustierung des Kräfteverhältnisses zwischen EU und USA an und verlangt von Washington eine ,,gemeinsame Geostrategie". Nähere Klärungsversuche sind unter anderem auf der Münchner Sicherheitskonferenz (11./12. Februar) zu erwarten. Vor allem aber bereitet die neue US-Außenministerin Condoleezza Rice in diesen Tagen in verschiedenen europäischen Hauptstädten eine Europa-Reise von US-Präsident Bush vor, die noch im Februar Absprachen zwischen den weltpolitischen Rivalen . . .

Führungsanspruch
25.01.2005
MÜNCHEN
Zahlreiche Entscheidungsträger aus beinahe sämtlichen Staaten des ,,Krisengürtels"vom Maghreb bis Afghanistan werden am 11. Februar auf einer ,,Finanzierungskonferenz Nordafrika Mittelost"in München erwartet. Im unmittelbaren Vorfeld der diesjährigen ,,Münchner Sicherheitskonferenz"bekräftigt die deutsche Wirtschaft damit ihren Führungsanspruch in dem ressourcenreichen Gebiet. Angekündigt wird unter anderem der Vizeminister für Wirtschaft und internationale Angelegenheiten des Iran, über dessen Land auf der anschließenden ,,Sicherheitskonferenz"heftige Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und . . .

Paroli bieten
18.01.2005
TOULOUSE (Eigener Bericht)
Am heutigen Dienstag wird in Anwesenheit des deutschen Bundeskanzlers das von EADS entwickelte Großraumflugzeug A 380 der Öffentlichkeit übergeben. Der neue Superjumbo gilt als endgültiger Beweis für den technologischen Vorsprung des deutsch-französischen Konzerns vor dem US-Rivalen Boeing im zivilen Produktionsbereich. In der Rüstungssparte von EADS, die in den letzten Jahren unter der Führung des deutschen Reserveoffiziers Thomas Enders zielstrebig erweitert wurde, besteht . . .

Vergeblich
14.12.2004
BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht)
Die in Deutschland anhängige Strafanzeige gegen den US-Verteidigungsminister, den ehemaligen Chef des Nachrichtendienstes CIA und andere Mitglieder der US-Regierung führt zu keiner neuen Belastung des transatlantischen Verhältnisses. Die Anzeige war am 30. November beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe eingereicht worden. Beschuldigt werden Donald Rumsfeld, George Tenet sowie acht weitere US-Bürger, im Irak Kriegsverbrechen und Folter angeordnet, begangen oder geduldet zu haben. Berlin und Washington . . .

Gefährliches Dreieck
08.12.2004
BERLIN/TEHERAN/BEIJING (Eigener Bericht)
Im Kampf um die Vorherrschaft am Persischen Golf beharrt die US-Regierung auf kriegerischen Optionen und verlangt von ihrem deutschen Verbündeten eine härtere Gangart gegenüber Iran. Damit verschärft sich der transatlantische Konflikt trotz der gerade erzielten EU-Vereinbarung mit Teheran. Die iranische Administration hatte Ende November erklärt, sie setze ihre technischen Bemühungen um eine friedliche Nutzung der Kernenergie zeitweise aus, sofern Berlin und die . . .

Großes Verdienstkreuz
07.01.2004
DÜSSELDORF/WIEN
Mit Investitionen in Milliardenhöhe expandiert der deutsche Henkel-Konzern in die Vereinigten Staaten. Gleichzeitig baut Henkel über eine österreichische Tochtergesellschaft seine Position in Ost- und Südosteuropa aus. Familienmitglieder des Henkel-Clans, deren Unternehmen zu den umsatzstärksten deutschen Firmen gehören, führten Adolf Hitler in die großen Dynastien der Ruhr-Industrie ein und ebneten ihm so den Weg zur Reichskanzlerschaft. . . .

Zwei gegen einen
07.12.2003
CHISINAU
In wechselnden Koalitionen versucht Berlin, den deutsch-europäischen Einfluss in Moldova auszuweiten. Die bei einer OSZE-Konferenz Anfang Dezember gemeinsam mit den Vereinigten Staaten erhobene Forderung, Russland müsse seine Militärbasen in den GUS-Staaten Moldova und Georgien aufgeben, führt zu Konflikten zwischen Berlin und Moskau. Zuvor war der Plan, im Einvernehmen mit der russischen Regierung EU-Truppen am Dnjestr zu stationieren, am Widerstand der USA gescheitert, . . .

Keine Großmachtspiele!
05.12.2003
TBILISSI
Die deutsche Regierung kofinanziert die Vorbereitung und Durchführung von Neuwahlen in dem im Umbruch befindlichen Georgien. Wie das Auswärtige Amt betont, pflegt Berlin seit langem ,,enge und vertrauensvolle Beziehungen"zu dem strategisch wichtigen Land ( ,,fast 200-jährige Tradition"). Die deutschen Bemühungen, Georgien enger an die Europäische Union anzubinden, führen zu Konflikten mit Russland und mit den Vereinigten Staaten. . . .

Fit for War
21.11.2003
PRINCETON (Eigener Bericht)
In einer vielbeachteten Grundsatzrede hat der deutsche Außenminister der US-Administration ,,gleichberechtigte"Partnerschaft offeriert, um den Kampf für eine ,,neue Weltordnung" ,,gemeinsam (zu) gewinnen". Die ,,neue Weltordnung"werde internationale ,,Ordnungsverluste"beseitigen und eine ,,positive Globalisierung"durchsetzen. Dabei müssten sämtliche Mittel zur Anwendung kommen, so dass kriegerische Gewaltaktionen ausdrücklich nicht ausgeschlossen sind. Vielmehr gelte es, die ,,militärischen Fähigkeiten Europas" ,,zu stärken". Deswegen, so der Außenminister, hätten Deutschland und die . . .

Wechselnde Bündnisse
19.11.2003
AMSTERDAM
Der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS arbeitet mit wechselnden Bündnissen, um seiner führenden Rolle beim Aufbau einer eigenständigen Rüstungsbasis für die deutsch-europäischen Weltmachtambitionen gerecht zu werden. Zum einen will EADS sich Teile von rivalisierenden europäischen Rüstungsunternehmen einverleiben, um seine Position gegenüber dem US-Rüstungskonzern Boeing zu stärken; zum anderen kooperiert der Konzern bei der Aufrüstung der Bundeswehr für künftige weltweite Kriegseinsätze mit dem US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern . . .

Atempause
16.11.2003
TEHERAN (Eigener Bericht)
Das US-Außenministerium stellt die jüngsten europäisch-iranischen Vereinbarungen über die nukleare Entwaffnung Teherans in Frage und behält sich ,,Sanktionen"vor. Damit sind eine internationale Ausweitung der US-Handelsblockade sowie die bedarfsweise Bombardierung des Landes gemeint. Die US-Ankündigungen richten sich unmittelbar gegen den florierenden deutschen Wirtschaftseinfluss im Mittleren Osten und ergänzen die transatlantischen Konflikte um Spannungen mit Tel Aviv. . . .

Abgleich
11.11.2003
BERLIN (Eigener Bericht)
Das Auswärtige Amt und die deutschen Parlamentsparteien suchen nach einem nationalen Konsens, um die transatlantischen Beziehungen neu zu ordnen. In mehreren Foren treten Kritiker der US-Politik auf, die das deutsch-amerikanische Verhältnis als ,,gestört"bezeichnen und mit unterschiedlichen Konsequenzen nach mehr Eigenständigkeit verlangen. Die Debatte dient der politischen Strategiefindung und wird mit Meinungsumfragen unterfüttert. Demnach waren 37% der deutschen Testpersonen im September der Auffassung, . . .

Rüstungsallianzen
28.10.2003
AMSTERDAM
Der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS, der beim Aufbau einer eigenständigen Rüstungsbasis für die deutsch-europäischen Weltmachtambitionen eine führende Rolle spielt, setzt seine Bemühungen fort, mit den US-Konkurrenten Russland und China zu einer strategischen Kooperation zu gelangen. Im Wettstreit mit den noch führenden US-Rüstungsunternehmen verzeichnet EADS ausgerechnet in Großbritannien, das als Verbündeter Washingtons gilt, weitere Erfolge und verstärkt nun die Anstrengungen, auf dem lukrativen US-Rüstungsmarkt Fuß . . .

Bremsklötze für EU-Militärmacht
20.10.2003
BRUXELLES
Der von Berlin forcierte Ausbau einer von der NATO weit gehend unabhängigen ,,Europäischen Verteidigungsunion"führt zu anhaltenden Streitigkeiten zwischen dem deutsch-französischen Hegemonialbündnis sowie den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten. Gleichzeitig erschweren US-amerikanische Unternehmen die ,,Neuordnung"des europäischen Kriegsschiffsbaus, in dem die deutsche Rüstungsindustrie eine dominierende Position einnehmen will. . . .

Teilung der Beute
24.08.2003
BERLIN
Während die Bundesregierung entsprechende Absichten noch dementiert, wird die Öffentlichkeit bereits auf einen möglichen Einsatz der Bundeswehr im besetzten Irak vorbereitet. Berlin erwartet als Gegenleistung für die militärische Unterstützung mehr Einfluss auf die Besatzungspolitik im Irak und will die ,,Patenschaft"für Afghanistan übertragen bekommen. . . .

Konkurrenz und strategische Allianzen (VI)
19.08.2003
AMSTERDAM
Das deutsch-französische Unternehmen EADS, der weltweit zweitgrößte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern, beginnt wie angekündigt mit der Expansion auf dem US-Rüstungsmarkt und drängt seinen Hauptkonkurrenten Boeing zurück. Gleichzeitig baut der Konzern seine Kooperation mit russischen Unternehmen aus, mit der insbesondere in der Raumfahrt die Unabhängigkeit der eigenen Position gegenüber den Vereinigten Staaten gestärkt werden soll. . . .

Konkurrenz und strategische Allianzen (V)
31.07.2003
AMSTERDAM
Das deutsch-französische Unternehmen EADS, der weltweit zweitgrößte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern, hat durch gesteigerte Rüstungsgeschäfte seine Auftragslage erheblich verbessert und erwartet wiederum Gewinne in Milliardenhöhe. Die Mittel sollen für die Expansion auf dem US-Rüstungsmarkt eingesetzt werden, wo EADS bisher nur schwach vertreten ist. . . .

Hintergrundbericht: Berlin/Washington - Arbeitsteilig gegen den Iran?
24.07.2003
BERLIN/WASHINGTON
Der Nahe und Mittlere Osten wird als ein derzeit entscheidendes Kampffeld in der Konkurrenz um die Hegemonie der künftigen ,,Weltordnung"betrachtet. Berlin und Washington sehen dort gemeinsame Absichten ( ,,to pressure these countries to open themselves politically"), aber auch erhebliche Widersprüche, die der Koordination bedürfen, da nur ein gemeinsames Vorgehen Erfolg verspreche. Berlin sieht die deutsch-europäischen Interessen durch die aggressive Strategie der USA gegen . . .

Wachsender Bedarf
22.07.2003
REINHARTSHAUSEN (Eigener Bericht)
Deutsche und amerikanische Militärspezialisten schlagen vor, bei der zukünftigen Besetzung von Beutestaaten (,,Interventionspolitik") gemeinsam vorzugehen, so dass die eroberten Ressourcen ,,multilateral bewirtschaftet" werden können. Überfälle und Beuteteilung sollen durch eine ,,Weiterentwicklung" des internationalen Völkerrechts legitimiert werden. . . .

Komplementäre Kriegsmacht
08.07.2003
BERLIN
Der deutsche Botschafter in Washington empfiehlt, Berlin und die EU sollten sich an dem Versuch der USA beteiligen, die ,,Fiktion von der (...) Gleichberechtigung der Staaten"zu beseitigen - wenn nötig, auch mit militärischen Mitteln. Im Gegenzug werden die Vereinigten Staaten aufgefordert, bei der ,,Neuordnung"der Welt die deutschen Interessen vorrangig zu berücksichtigen. . . .

Konkurrenz und ,,strategische Allianzen" (II)
29.06.2003
TOULOUSE
Airbus, eine Tochterfirma des deutsch-französischen EADS-Konzerns, will eine eigene Produktionsstätte für Militärflugzeuge in den USA bauen. Das Unternehmen hat inzwischen seinen Konkurrenten Boeing beim zivilen Flugzeugbau überflügelt und schickt sich mit dem Militärtransporter A 400M an, erstmals auch im militärischen Bereich die bisherige Monopolstellung des US-Rivalen zu brechen. Dazu will Airbus Zugang zu Rüstungsaufträgen des . . .

EADS - Boeing: Konkurrenz und ,,strategische Allianzen"
25.06.2003
AMSTERDAM
Das deutsch-französische Unternehmen EADS, der weltweit zweitgrößte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern, hat im Konkurrenzkampf mit seinem größten Rivalen, dem US-Konzern Boeing, an Boden gewonnen. In einigen Geschäftsbereichen ist EADS bereits führend. In den anderen Bereichen, vor allem im militärischen, will der Konzern den Machtkampf verschärfen: ,,Wir wollen in allen Bereichen besser oder zumindest in Sichtweite zu Boeing sein", kündigt EADS-Chef Hertrich . . .

Berlin Invasion Act?
28.05.2003
WASHINGTON
In den USA wird ein Gesetz vorbereitet, das Anklagen wegen ,,Verbrechen gegen die Menschlichkeit"notfalls mit militärischer Gewalt verhindern soll, wenn US-Interessen betroffen sind. Dieses Vorhaben richtet sich u.a. gegen deutsche Justizprojekte, die Berlin das Recht zugestehen, solche tatsächlichen oder konstruierten Verbrechen ,,unabhängig von Tatort und Nationalität der beteiligten Personen"weltweit zu verfolgen. Damit wird der deutsch-amerikanische Streit über die globale Definition von Rechtstiteln, . . .

Kampfpause
20.05.2003
BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht)
Bei der Stabilisierung des Spannungsniveaus zwischen Berlin und Washington geht die deutsche Außenpolitik weiter arbeitsteilig vor. Während es den Kreisen um die gegenwärtige Bundesregierung obliegt, eine langfristige Konkurrenzstrategie zu entwerfen, versucht die deutsche Opposition, Washington zu beruhigen. Nach entsprechenden Kontakten mit der US-Administration, die Bundeskanzler Schröder (SPD) in Berlin und Ministerpräsident Koch (CDU) in den USA wahrnahmen, wird in der deutschen Hauptstadt . . .

Expansionserlaubnis für militärische Dienstleistungen
27.04.2003
WASHINGTON
Die Expansion der Deutschen Post in den Vereinigten Staaten führt zu Unstimmigkeiten in den USA. Hintergrund ist der bedeutende Umfang von US-Militärtransporten, die die Post-Tochter DHL und das jetzt von DHL übernommene Expressunternehmen Airborne ausführen. . . .

Weltkriegsrivalen (III)
22.04.2003
ROM
Die geplante Übernahme des italienischen Flugzeugunternehmens Fiat Avio durch die US-Vermögensverwaltungsfirma Carlyle sorgt in der europäischen Rüstungsindustrie für Unruhe. Vertreter deutscher Rüstungskonzerne und ,,Wehrexperten"fürchten seit längerem, US-amerikanische Rüstungsunternehmen könnten sich in deutsche und europäische Unternehmen einkaufen. Dies böte den Vereinigten Staaten Chancen, auf die geplante europäische Militärmacht Einfluss zu nehmen. . . .

Weltkriegsrivalen (II)
20.04.2003
BERLIN/WASHINGTON
Die Vereinigten Staaten haben der deutschen Regierung ein ,,Angebot zur Wiederbelebung der militärischen Zusammenarbeit"unterbreitet, das auf die weitere gemeinsame Durchführung großer Rüstungsprojekte abzielt. Berlin, das für die Durchsetzung seiner Interessen im Mittleren Osten derzeit auf Kooperation mit den USA angewiesen ist, fürchtet eine Stärkung der US-amerikanischen Rüstungsindustrie auf Kosten deutscher Konzerne sowie Störmaßnahmen gegen den Aufbau einer eigenständigen EU-Militärmacht. . . .

Das ,,Problem amerikanischer Macht"
06.04.2003
BERLIN
In Berlin werden die Optionen und Aussichten der militärischen Aufrüstung der EU diskutiert. Den EU-Partnern droht ein einflussreicher Politikberater mit militärischen Alleingängen, wenn sie nicht bereit seien, den Aufbau einer Militärmacht nach deutschen Vorstellungen mitzutragen. Das ,,Problem amerikanischer Macht"könne derzeit mit militärischen Mitteln nicht gelöst werden, heißt es. Daher sei eine begrenzte Kooperation mit den USA anzustreben, während gleichzeitig ,,andere Kanäle des . . .

Weg von der ,,Seite Amerikas"
26.03.2003
BERLIN
Die oppositionelle CDU/CSU, die der aggressiven außenpolitischen Strategie der Regierung skeptisch gegenüber steht, gerät immer mehr unter Druck. An der Basis und in den Gremien der Partei werden Forderungen laut, sich von der Politik der Vereinigten Staaten zu distanzieren und auf die Linie der Regierung einzuschwenken, die Berlin als ,,Friedensmacht"gegen die USA profiliert. . . .

Berlin will deutsche Soldaten im Irak
19.03.2003
BERLIN
Von der Bundesregierung werden Planungen publik gemacht, die darauf abzielen, nach dem Krieg gegen den Irak den eigenen Einfluss zu sichern - auch mit militärischen Mitteln. Berlin setzt offenbar darauf, die USA nach dem Krieg gegen den Irak wieder über die UNO einzubinden, um den eigenen Einfluss geltend machen zu können. . . .

Massenmord mit deutscher Hilfe
18.03.2003
BERLIN/WASHINGTON
Im offensichtlich unmittelbar bevorstehenden Angriffskrieg gegen den Irak soll nach den Planungen des US-Militärs eine neue, äußerst ,,effiziente"- also äußerst brutale und mörderische - Art der Kriegführung zum Einsatz kommen. Während Berlin sich als ,,Friedensmacht"gegen die USA profiliert, ist die Bundeswehr aktiv an der Entwicklung und Erprobung dieser neuen Art der Kriegführung beteiligt und verspricht sich davon ,,wesentliche Impulse"für eigene . . .

Startschuss für eine ,,neue rot-grüne Weltordnung"?
17.02.2003
BERLIN
Die Sitzung des UNO-Sicherheitsrates, bei der eine Verlängerung der Inspektionen im Irak beschlossen wurde, wird in der deutschen Presse als Sieg der deutschen Strategie gegen die USA und ihre Verbündeten gewertet. Die deutsch-französische Allianz mit China und Russland solle ,,die bisherige europäische Ordnungsmacht Amerika ersetzen"und eine ,,neue rot-grüne Weltordnung"begründen, heißt es. . . .

Kriegsgewinne mit oder gegen die USA?
16.02.2003
BERLIN
Große Teile der deutschen Wirtschaft befürchten ökonomische Nachteile durch die Konfrontation der deutschen Regierung mit den USA und fordern daher einen Kompromiss und die Beteiligung am Krieg gegen den Irak. Andere Wirtschaftsfraktionen versprechen sich unterdessen Vorteile von der Regierungspolitik, da viele arabische Länder mit der deutschen ,,Anti-Kriegs-Haltung"sympathisierten, was der deutschen Wirtschaft womöglich Wettbewerbsvorteile verschaffen könnte. . . .

,,Für ein starkes Europa"
16.02.2003
BERLIN
Die heftige Auseinandersetzung über die Ausrichtung der deutschen Außenpolitik ist ein Streit über den Weg, nicht über das Ziel. Einigkeit zwischen Regierung und Opposition besteht darin, dass die Berliner Außenpolitik eine an ,,unserem langfristigen nationalen Interesse ausgerichtete Politik"sein müsse und dem Erringen einer deutsch-europäischen Weltmachtstellung zu dienen habe. Strittig ist innerhalb der CDU/CSU - zur Zeit in der Opposition - nur . . .

,,Der europäische Weg - ein frommer Wunsch"
15.02.2003
BERLIN
Während die rot-grüne Bundesregierung entschlossen ist, den Konflikt um das Vorgehen gegen den Irak zu nutzen, um die US-amerikanische Hegemonie zu brechen und eigene Weltmachtansprüche durchzusetzen, hält die Opposition den Berliner Vorstoß - den sie prinzipiell befürwortet - für verfrüht und zu gefährlich. Sie fordert deshalb eine deutsche Kriegsbeteiligung an der Seite der USA. . . .

,,Front des Friedens"für Weltmachtansprüche
15.02.2003
BERLIN/PARIS
Die deutsche und die französische Regierung setzen weiterhin alles daran, die militärische Übermacht der USA durch politische Mittel zu neutralisieren. Gestützt auf eine Mehrheit im UNO-Sicherheitsrat wollen Berlin und Paris ein Vorgehen durchsetzen, das den eigenen Einfluss im Irak und im Nahen Osten befördert. Kanzler Schröder sieht darin die geeignete Möglichkeit, die US-amerikanische Hegemonie zu brechen. . . .

Berlin und Paris planen Invasion im Irak
10.02.2003
BERLIN/PARIS
Ein deutsch-französischer Geheimplan sieht vor, unter dem Deckmantel von UNO-Blauhelmen in den Irak einzumarschieren und dort ein Protektorat unter eigener Kontrolle einzurichten. Dieser Vorstoß bedeutet eine offene Kampfansage an die USA, deren Einfluss im Nahen Osten zurückgedrängt werden soll. . . .

Deutsche Wirtschaft fordert Kriegsbeteiligung
09.02.2003
BERLIN
In der deutschen Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die den Versuch der Bundesregierung, Deutschland im Irak-Konflikt als alternative ,,Friedensmacht"gegen die USA in Stellung zu bringen, für zu früh und ungenügend vorbereitet halten. Sprecher verschiedener Wirtschaftsverbände beklagen die dadurch aufgetretenen ökonomischen Nachteile und fordern teilweise offen eine deutsche Kriegsbeteiligung an der Seite der USA. . . .

Zu früh in Stellung?
02.02.2003
BERLIN
Der Versuch der rot-grünen Bundesregierung, die Europäische Union - mit Berlin als Führungsmacht - im Irak-Konflikt als alternative ,,Friedensmacht"gegen die USA in Stellung zu bringen, stößt auf erheblichen Widerstand. Nicht nur etliche EU-Mitglieder und Beitrittskandidaten sprechen sich dagegen aus, auch die konservative und liberale deutsche Opposition und die deutsche Wirtschaft halten den Berliner Vorstoß - den sie prinzipiell befürworten - für verfrüht . . .

,,Handfeste Großmachtsinteressen"
27.01.2003
AACHEN
Scharfe Kritik an den Demonstrationen vom vergangenen Wochenende gegen einen Krieg gegen den Irak üben Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner aus Aachen. Die Demonstrationen, die weithin von den deutschen Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen mitorganisiert worden waren, seien ,,gedacht zur Unterstützung der deutschen Führungsrolle in Europa gegen die USA", erklären sie in einer Stellungnahme. Bei der . . .

Deutschland profiliert sich gegen die USA
24.01.2003
BERLIN/PARIS
Deutschland nutzt den Irak-Konflikt, um sich gegen die Vereinigten Staaten zu profilieren. Obwohl Berlin mit verschiedenen Maßnahmen einen möglichen Krieg gegen den Irak unterstützt, stilisiert sich die deutsche Regierung gegenwärtig zur ,,Friedensmacht", die den Krieg vermeiden will. Sie versucht dabei, ihre gegen die USA gerichtete außenpolitische Position in der Europäischen Union durchzusetzen; dies führt zu massiven Widersprüchen. . . .

Deutsch-amerikanische Konkurrenz im Osthandel
26.11.2002
BERLIN
Die Staaten Mittel- und Osteuropas werden für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger, erklärt der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Gleichzeitig beklagt er eine in Folge der militärischen Präsenz in Zentralasien zunehmende Konkurrenz der USA, die Deutschland die Rolle als wichtigster Handelspartner streitig machten. . . .

Zu früh
10.11.2002
BERLIN
Die deutsche Regierung ,,begrüßt"die Resolution des UN-Sicherheitsrates vom 8. November, die den Irak zu einer weit reichenden Preisgabe seiner staatlichen Souveränität drängt. Sollte sich Bagdad dazu nicht bereit finden, droht Außenminister Fischer ,,schwerwiegende Konsequenzen"an. Diese Umschreibung eines kriegerischen Überfalls, der in Vorbereitung ist, entspricht den europäisch-amerikanischen Hegemonialplänen für die arabische Welt. Die beabsichtigte Aufteilung der arabischen Beute führt zu wechselhaften Spannungen im Hegemonialblock. . . .

Früher oder später
10.11.2002
BERLIN (Eigener Bericht)
Unter dem Titel ,,Pax Americana or International Rule of Law?"debattiert die SPD-nahe ,,Friedrich-Ebert-Stiftung"über unterschiedliche Methoden, die weltweite Konkurrenz mit den Vereinigten Staaten auszutragen. . . .

,,Gemeinsam gegen Washington"
30.08.2002
KÖLN (Eigener Bericht)
Für den deutschen Aufstieg zur führenden europäischen Macht, die in weltweiter Konkurrenz zu den USA auftritt, wird jetzt auch in den deutschen Massenmedien geworben. Anlass gibt die Irak-Politik der Bush-Administration. Unter der herausfordernden Titelzeile ,,Große Koalition gegen die USA"teilte der ,,Kölner Stadt-Anzeiger", ein einflussreiches Regionalblatt der bundesweiten Verlagsgruppe Du Mont, seinen Lesern am 29. August mit, Regierung und Opposition seien sich in der . . .

Deutsche Marineindustrie befürchtet ,,außereuropäische Übernahme"
29.08.2002
BERLIN/OBERHAUSEN
In Deutschland mehren sich Befürchtungen, das führende Marineschiffbau-Unternehmen Howaldtswerke Deutsche Werft AG (HDW) könne an die US-Rüstungsindustrie verkauft werden. Während die Bundesregierung mit einem Einstieg des US-Rüstungskonzerns Northrop Grumman bei der deutschen HDW rechnet, streben Wirtschaftsvertreter eine Rückabwicklung des Verkaufs von HDW-Aktien an einen US-Investmentfonds an. Die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), ein führender außenpolitische think tank der deutschen Regierung, fordert Gesetze, . . .

Berlin: EU muss sich in Lateinamerika gegen USA behaupten
30.05.2002
BERLIN/MADRID
Die EU will die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit Lateinamerika und der Karibikregion weiter ausbauen. Bundesregierung und Bundestag hatten zuvor darauf gedrängt, die 1999 unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft vereinbarte strategische Partnerschaft ,,fortzuschreiben"und die Widerstände in verschiedenen EU-Staaten zu überwinden. US-Analysten sehen in der Kooperation eine ,,new solidarity or 'common front"gegen Washingtons Interessen in der Region. . . .

Berlin: Europäische Satellitennavigation soll Militäreinsätze ,,gegen das Interesse der USA"ermöglichen
02.04.2002
BRÜSSEL
Der Aufbau eines europäischen Satellitennavigationssystems namens ,,Galileo"soll die Europäische Union (EU) dazu befähigen, unabhängig von USA und NATO weltweit Krieg führen zu können. Ein von der deutschen Regierung gefördertes Forschungsprojekt hat bereits ,,Einsatzszenarien europäischer Streikräfte"entworfen, die die besondere Bedeutung von Galileo bei Einsätzen ,,gegen das Interesse der USA"hervorheben. . . .

Goethe-Institut unterstützt Proteste gegen gesamtamerikanische Freihandelszone
26.02.2002
PORTO ALEGRE
Die Außenstelle des Goethe-Instituts in der südbrasilianischen Metropole Porto Alegre versucht, die Gründung der gesamtamerikanischen Freihandelszone ,,Free Trade Area of the Americas"(FTAA) mit ungewöhnlichen Mitteln zu sabotieren. Die deutsche Wirtschaft fürchtet, bei einem baldigen Zustandekommen der FTAA ihren Einfluss in Brasilien an US-Konzerne zu verlieren. Um dies zu verhindern, ging das Goethe-Institut jetzt eine nicht alltägliche Allianz ein. . . .

CDU-Politiker: Westliche Kriegspolitik ist ,,kriminell´´
21.02.2002
MÜNCHEN
In einem kaum beachteten Zeitungsartikel ( ,,Über den Umgang mit der Wahrheit im Antiterrorkrieg´´) hat Jürgen Todenhöfer, ein prominentes Mitglied der CDU, die westliche Kriegsführung in Afghanistan als völkerrechtswidrig verurteilt. Die Tötung von rund 5.000 afghanischen Zivilisten stelle ,,ein Verbrechen´´dar, schreibt Todenhöfer, der von 1972 bis 1990 entwicklungspolitischer Sprecher der CDU/CSU war. In ungewöhnlicher Offenheit fährt der Oppositionspolitiker fort: ,,Warum ist . . .

Germans attack USA policy towards Iraq
07.02.2002
BERLIN
The German Chancellor and the Foreign Ministry have distanced themselves from the threats being made by the United States against Iraq. Chancellor Schröder told Newsweek that he did not expect a unilateral American action against Iraq, while a government official in the Foreign Ministry spoke harshly against the Americans ,,settling old scores"and using the war against terror as an excuse for . . .

Siemens: ,,Beat General Electric!"
22.01.2002
MÜNCHEN
Der deutsche Siemens-Konzern - das größte europäische Elektro- und Technologieunternehmen - expandiert weiter insbesondere in den USA. Der Vorstandsvorsitzende Pierer sagte nun dem US-amerikanischen Mischkonzern General Electric - nach Börsenwert der größte Konzern der Welt - den Kampf an. . . .

Transatlantische Wissenschaftskonkurrenz
17.01.2002
BONN/BERLIN
Die Berliner Regierung lobt hohe Beträge aus, um ausländische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für den deutschen Forschungsbetrieb zu gewinnen. Die nationale Konzentration einer mehrsprachigen Forschungselite wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vorangetrieben, die am 31. Januar den ,,Sofja Kovalevskaja-Preis"an 29 überwiegend ausländische Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen verleiht - darunter mehrere aus den USA. Dem Vorstand der formal unabhängigen Stiftung gehören neben den Präsidenten hochrangiger Wissenschaftsverbände . . .

Deutsche Bank: Der Euro wird den Dollar besiegen
15.01.2002
FRANKFURT AM MAIN
Der ,,Chief Economist"der Deutschen Bank, Norbert Walter, beklagt die mangelnde internationale Wertschätzung des Euro und sagt den USA und dem Dollar den Kampf an: Der Euro werde den Dollar in diesem Konkurrenzkampf besiegen, kündigte Walter an. . . .

,,Partner in leadership´´
12.01.2002
WILDBAD KREUTH
Massive Aufrüstung und den Abbau demokratischer Kontrolle über die Bundeswehr hat die CSU-Landesgruppe auf ihrer Klausurtagung vom 7. bis zum 9. Januar gefordert. Die militärische Konkurrenz zu den USA wird als strategisches Ziel der Reorganisation des deutschen Militärs in dem Beschluss klar benannt: ,,Europa muss der unverzichtbare Partner der für uns unentbehrlichen Weltmacht USA werden.´´ . . .

,,Die Welt ist gerade genug"- Deutscher E.on-Konzern will US-Energiemarkt erobern
06.01.2002
DÜSSELDORF
Der E.on-Konzern übernimmt das britische Energieunternehmen ,,Powergen"und avanciert damit zum größten privaten Energiekonzern der Welt. Für E.on, bereits der größte privatwirtschaftliche Stromkonzern Europas, soll Powergen als ,,Brückenkopf für die US-Expansion"dienen. Erklärtes Ziel des Managements ist es, ,,E.on im Laufe der nächsten Jahre zur globalen Nr. 1 der Energiedienstleister machen". . . .

Mit dem Euro gegen den Dollar
02.01.2002
BERLIN
Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes bekennt sich die Bundesregierung zur Rivalität mit den USA und kündigt Washington weltweite ökonomische Konkurrenz an. Anfang Januar heißt es auf der Berliner Internetseite, Europa sei ,,mit dem Euro (...) eine globale Finanzmacht ersten Ranges geworden. Die Finanzmärkte haben zum ersten Mal eine glaubwürdige Alternative zum Dollar."Hinter dem Euro stehe ,,eine große Wirtschaftsmacht, die . . .

Deutscher RWE-Konzern: ,,Mit einem Schlag die Nr. 1 auf dem US-Wassermarkt"
26.09.2001
ESSEN
Durch die Übernahme des größten privaten Wasserversorgers ,,American Water Works"(AWW) wird RWE die Spitzenposition auf dem Wassermarkt der USA erreichen. RWE-Chef Kuhnt betonte, der Konzern wolle im Wassergeschäft sowohl in Deutschland als auch im Ausland weiter wachsen. Wasser gilt als strategisch wichtigste Ressource des 21. Jahrhunderts, von der sich die Energiekonzerne hohe Erträge versprechen. . . .

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