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Kurznachrichten
Aufnahmestopp
13.11.2015
Nach der partiellen Schließung der schwedischen Grenzen für Flüchtlinge verhängt das erste deutsche Bundesland einen Aufnahmestopp.

EU oder Krieg
09.11.2015
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnt vor einem Zerfall der EU.

Neue Lager
15.09.2015
Die Innenminister der EU haben sich auf Maßnahmen geeinigt, die Flüchtlinge aus Deutschland fernhalten sollen.

Krieg in Europa?
24.09.2014
Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt warnt vor einem neuen Krieg in Europa.

Verletzte ausgeflogen
03.09.2014
Die Bundeswehr hat 20 verwundete Kämpfer aus der Ukraine zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen.

Außen und innen
26.08.2014
Der deutsche Außenminister moniert eine mangelnde Zustimmung in der Bevölkerung für eine offensive deutsche Weltpolitik.

Die Verantwortung Berlins
20.05.2014
Der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen erhebt im Konflikt um die Ukraine schwere Vorwürfe gegen Berlin.

"Ein gutes Deutschland"
30.04.2014
Das deutsche Staatsoberhaupt schwingt sich zum Lehrmeister der Türkei auf.

Die Dynamik des "Pravy Sektor"
11.03.2014
Der Jugendverband der NPD kündigt einen "Europakongress" unter Beteiligung des "Pravy Sektor" ("Rechter Sektor") aus der Ukraine an.

Der Mann der Deutschen
18.02.2014
Die deutsche Kanzlerin hat am gestrigen Montag zwei Anführer der Proteste in der Ukraine empfangen.

Zwei Wege - Eine Katastrophe: Übereinstimmungen und Unterschiede in deutschen Europakonzepten, für die Wolfgang Schäuble und Jürgen Habermas stehen. Flugschrift No. 1 von Hans-Rüdiger Minow. Januar 2016. Als e-book (10,- Euro) oder in Print (18,90 Euro). Flugschrift hier bestellen.
Hilfsgelder für die Rüstungsindustrie
24.02.2017
MÜNCHEN/BREMEN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Neue Prozesse gegen deutsche Rüstungsmanager wegen gravierender Korruption bei Waffenexporten nach Griechenland haben begonnen. Die Staatsanwaltschaften in München und Bremen haben Anklage gegen ehemalige Führungsfunktionäre der Rüstungsfirmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) erhoben; ihnen wird vorgeworfen, persönlich für die Zahlung von Bestechungsgeld für profitable Aufträge zur Lieferung von Panzern und einem Luftabwehrsystem . . .

Die letzte Boombranche
23.01.2017
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Unter heftigem Protest griechischer Gewerkschafter bereitet sich die deutsche Fraport AG auf die betriebliche Übernahme von 14 griechischen Flughäfen vor. Die Konzessionen, für die Fraport schon Ende 2015 den Zuschlag bekommen hat, übertragen dem deutschen Konzern den operativen Betrieb und das Management der profitabelsten griechischen Regionalflughäfen für die nächsten 40 Jahre. Von . . .

Der Schaum der deutschen Diplomatie
09.12.2016
THESSALONIKI/BERLIN/FLORENZ
(Eigener Bericht) - Mit heftigen Protesten beantworten prominente Mitglieder der Jüdischen Gemeinde einen Auftritt des deutschen Außenministers in der Synagoge von Thessaloniki. Dort hatte Frank-Walter Steinmeier (SPD) am 4. Dezember in einer vom Auswärtigen Amt verbreiteten Rede "unsere deutschen Hände" gerühmt, die nach der Ausrottung des jüdischen Lebens in der NS-Zeit jetzt "zum Einsatz kommen . . .

Die Regelung der Reparationsfrage
19.08.2016
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras stellt eine neue Initiative zur Erzwingung deutscher Reparations- und Entschädigungszahlungen an Griechenland in Aussicht. Wie Tsipras am Dienstag während der Gedenkfeier für die Opfer eines Wehrmachts-Massakers in dem westgriechischen Dorf Kommeno ankündigte, wird Athen "auf diplomatischer und falls nötig auf gerichtlicher Ebene" gegen Berlin vorgehen, sollte die . . .

Die Neue Seidenstraße (II)
07.07.2016
ATHEN/BEIJING/BERLIN
(Eigener Bericht) - Strategische Investitionen der Volksrepublik China in Südosteuropa stellen die deutschen Hegemonialansprüche dort in Frage. Zu Wochenbeginn hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras in Beijing über neue chinesische Wirtschaftsvorhaben in Griechenland verhandelt. Kernstück ist der Hafen in Piräus bei Athen, der zu zwei Dritteln von einem chinesischen Großkonzern übernommen wird. Beijing baut ihn . . .

Lager für Europa (I)
07.06.2016
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Beschlüsse griechischer Asylentscheider stellen in zunehmendem Maß den EU-Abschiebepakt mit Ankara in Frage. Wie die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl berichtet, stufen griechische Stellen bei der Entscheidung, ob Flüchtlinge von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgeschoben werden dürfen, das Nachbarland immer öfter nicht als "sicheren Drittstaat" ein. Bereits zuvor hatten deutsche Medien konstatiert, . . .

Das Leiden des anderen
15.04.2016
LESBOS/BERLIN
(Eigener Bericht) - In offenem Protest gegen die Flüchtlingsabwehr Berlins und der EU wird Papst Franziskus am morgigen Samstag auf Lesbos erwartet. Der Papst, der bereits zu Beginn seiner Amtszeit die italienische Insel Lampedusa besucht und dort die tödliche Abschottung Europas scharf kritisiert hatte, wird nicht nur der in der Ägäis ertrunkenen Flüchtlinge gedenken, sondern . . .

Massenabschiebung als Modell
05.04.2016
BERLIN/TRIPOLIS
(Eigener Bericht) - Der völkerrechtswidrige Abschiebepakt mit der Türkei soll als Vorbild für eine gleichartige Vereinbarung mit den Ländern Nordafrikas dienen. Dies erklärt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Demnach sollen in Nordafrika "Aufnahmezentren" errichtet werden, in die künftig Flüchtlinge aus Italien abtransportiert werden. Um die Flüchtlinge in Italien festzusetzen, stehen inzwischen sechs "Hotspots" bereit - Einrichtungen, . . .

Die europäische Lösung (II)
04.04.2016
BERLIN/ATHEN/ANKARA
(Eigener Bericht) - Massive internationale Proteste begleiten den Beginn der EU-Massenabschiebung von Flüchtlingen in die Türkei. Vom heutigen Montag bis zum Mittwoch sollen die ersten 750 Flüchtlinge von den griechischen Inseln an die türkische Küste abtransportiert werden; mehr als 5.400 weitere sind in den EU-"Hotspots" auf den Inseln interniert, um sie daran zu hindern, sich . . .

Der Flüchtlings-Aufbewahrungsstaat
10.03.2016
IDOMENI
Mehr als 14.000 Flüchtlinge saßen am gestrigen Mittwoch in Idomeni an der gesperrten griechisch-mazedonischen Grenze fest. Über die Lage dort sprach german-foreign-policy.com mit Dorothee Vakalis. Die ehemalige Pfarrerin der Evangelischen Kirche deutscher Sprache in Thessaloniki und ihre Organisation NAOMI sind seit rund fünf Jahren in der Flüchtlingshilfe aktiv. In Idomeni kümmern sie sich um die . . .

Grenzen dicht (II)
10.03.2016
BERLIN/IDOMENI
(Eigener Bericht) - Die Flüchtlingsabwehr Deutschlands und der EU führt zu einer neuen Zuspitzung der Lage an den Grenzen in Südosteuropa. Bei dem griechischen Grenzort Idomeni entwickelt sich eine humanitäre Katastrophe: Das dortige Flüchtlingslager ist überfüllt; Menschen müssen bei strömendem Regen und kalten Temperaturen teilweise unter freiem Himmel nächtigen. Krankheiten breiten sich aus. Dorothee Vakalis . . .

Grenzen dicht
29.02.2016
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Die EU-Kommission warnt vor einer humanitären Krise in Griechenland aufgrund der aktuellen Flüchtlingsabwehr in der EU. Die Zahl der Flüchtlinge, die in dem Land festsitzen, werde im März bis zu 70.000 und im Juni bis zu 200.000 erreichen, wenn es zuvor keinen Durchbruch in der Flüchtlingspolitik gebe, teilt die griechische Regierung mit. . . .

Der Schutz des Schengen-Raums
24.02.2016
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière will den "Schutz für den Schengen-Raum" unter Umständen von der griechisch-türkischen Seegrenze weg "an eine andere Grenze" verlegen. Dies kündigt der Minister in den Auseinandersetzungen mit Österreich um Ort und Modalitäten der EU-Flüchtlingsabwehr an. Nach Lage der Dinge handelt es sich dabei um die griechische Nordgrenze, die in . . .

NATO-Einsatz gegen Flüchtlinge
10.02.2016
ATHEN/BERLIN/ANKARA
(Eigener Bericht) - Auf deutsche Initiative wird die NATO auf ihrem heute beginnenden Verteidigungsministertreffen über ihre etwaige Teilnahme an der Flüchtlingsabwehr in der Ägäis diskutieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert dafür, das Kriegsbündnis zur Unterstützung der türkischen Küstenwache und der EU-Grenzbehörde Frontex heranzuziehen. Frontex soll zur Kontrolle der griechisch-türkischen Seegrenze nach Griechenland entsandt und eventuell auch . . .

Im Generalstreik
05.02.2016
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit einem Generalstreik und landesweiten Protesten hat die griechische Bevölkerung sich am gestrigen Donnerstag gegen die jüngsten Kürzungsdiktate Berlins und der EU gestemmt. Die Demonstrationen folgten wochenlangen Straßenblockaden und Arbeitsniederlegungen einzelner Berufsgruppen; auch in den kommenden Wochen sollen die Proteste fortgesetzt werden. Aktueller Anlass sind Steuererhöhungen und eine Rentenreform, die weitere Teile . . .

Arbeit am Schlussstrich
27.01.2016
BERLIN/DISTOMO/THESSALONIKI/DETMOLD
(Eigener Bericht) - Begleitet von folgenlosen Trauerritualen am heutigen Auschwitz-Gedenktag verhärtet das offizielle Deutschland seine Opfer-Ignoranz. Sowohl im diplomatischen Verkehr mit mehreren EU-Staaten wie auch im innerdeutschen Dialog mit Gedenkorganisationen kommt es deswegen zu vermehrten Spannungen. Während Athen auf Verhandlungen über die NS-Schulden besteht und sich politischer Gegenmaßnahmen der Berliner Behörden erwehren muss, beklagt Warschau . . .

Die Grenzen der EU
11.12.2015
BERLIN/BRÜSSEL/ATHEN
(Eigener Bericht) - Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert die partielle oder vollständige Entmachtung der EU-Mitgliedstaaten in puncto Kontrolle ihrer Außengrenzen. Weil Staaten wie Griechenland nicht "in der Lage" seien, ihre "Grenzen zu sichern", müsse die EU-Grenzschutzbehörde Frontex zur vollwertigen Grenzpolizei umgebaut werden, verlangt Volker Kauder (CDU). Um sie künftig zu eigenständigen Einsätzen auch ohne Anforderung . . .

Korruption in Griechenland (II)
05.08.2015
ATHEN/BERLIN/MÜNCHEN
(Eigener Bericht) - Neue Strafverfahren wegen millionenschwerer Bestechungszahlungen deutscher Rüstungsfirmen in Griechenland beschäftigen die deutsche Justiz. Vergangenen Monat hat die Staatsanwaltschaft München Anklage gegen einen ehemaligen Manager des Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) erhoben. Ihm wird vorgeworfen, bis zu 1,5 Millionen Euro von einer weit höheren Schmiergeldsumme für sich abgezweigt und nicht adäquat versteuert zu haben. . . .

Korruption in Griechenland (I)
03.08.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die griechische Regierung schließt neue Korruptionsprozesse gegen deutsche Unternehmen nicht aus. Dies geht aus aktuellen Berichten über Notmaßnahmen hervor, die Athen für den Fall eines von Berlin erzwungenen Staatsbankrotts ("Grexit") geplant hatte. Demnach hätte Athen versucht, deutsche Unternehmen, die bislang nicht oder nur zum Teil von Ermittlungen wegen Bestechung betroffen waren, auf . . .

Konsumschwach, aber beschäftigungsfähig
23.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutsche Unternehmen verstärken ihre Bemühungen, Profit aus dem ökonomischen Kollaps Griechenlands und aus der von Berlin erzwungenen Deregulierung der griechischen Wirtschaft zu schlagen. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hofft, nach dem Zusammenbruch des Athener Widerstandes endlich eine milliardenschwere Übernahme in Griechenland tätigen zu können; es geht um lukrative Konzessionen zum Betrieb von insgesamt . . .

Eine verhängnisvolle Alternative
21.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Auch nach der Einführung neuer Austeritätsmaßnahmen in Griechenland dauern die internationalen Proteste gegen die deutschen Spardiktate an. Paris fordert zum wiederholten Male die Schaffung einer Wirtschaftsregierung für die Eurozone, die in der Lage wäre, die krassen Ungleichheiten innerhalb des Währungsgebiets ohne harte Kürzungsprogramme auszutarieren. US-Ökonomen dringen weiterhin auf einen Schuldenschnitt für Athen. . . .

Blanker Druck
17.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit der erneuten Drohung mit einem "Grexit auf Zeit" hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Druck auf Griechenland aufrecht. Ein Schuldenschnitt für das Land sei nur außerhalb der Eurozone möglich, behauptete Schäuble am gestrigen Donnerstag zum wiederholten Mal. Damit stellt sich der Minister weiterhin gegen mehrere EU-Amtskollegen, den IWF sowie US-Finanzminister Jacob Lew, . . .

Warnung vor Kerneuropa
16.07.2015
BERLIN/WASHINGTON/ATHEN
(Eigener Bericht) - Der deutsche Durchmarsch beim EU-Diktat gegen Griechenland erschüttert jetzt auch das transatlantische Verhältnis. Öffentlich fordert der in Washington angesiedelte Internationale Währungsfonds (IWF) einen umfassenden Schuldenschnitt zugunsten Athens oder eine weitgehende Umstrukturierung der Gläubigerforderungen. Die Attacke zielt auf die deutsche Bundesregierung. Eine Erleichterung der griechischen Schuldenlast durch einen "hair cut" hatte das Bundeskanzleramt . . .

Die Politik des Staatsstreichs
13.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit einer beispiellosen Machtdemonstration hat Berlin die Regierung Griechenlands gedemütigt, an den Rand des Zusammenbruchs getrieben und Athen seiner Souveränität in zentralen Bereichen staatlichen Handelns beraubt. Dies ist das Resultat des Eurogruppen-Gipfels, der am heutigen Montag zu Ende gegangen ist. Wie aus Brüssel berichtet wird, erhält Griechenland nicht den benötigten Schuldenschnitt, sondern . . .

Austerität oder Demokratie (II)
10.07.2015
ATHEN/BERLIN/WASHINGTON
(Eigener Bericht) - Kurz vor dem EU-Gipfel am kommenden Sonntag zeichnet sich ein deutscher Erfolg im Kampf um ein drittes sogenanntes Hilfsprogramm für Griechenland ab. Wie am späten Donnerstag Abend berichtet wurde, soll das griechische Parlament bereits am heutigen Freitag über ein neues Sparprogramm abstimmen, das zentrale Forderungen der Gläubiger übernimmt. Weil das Sparprogramm offenbar . . .

Austerität oder Demokratie
08.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Griechenland wird auf Druck Berlins keinen Schuldenschnitt erhalten und muss sich entgegen dem "Nein" seiner Bevölkerung vom vergangenen Sonntag der deutschen Austeritätspolitik unterwerfen. Andernfalls scheidet es aus der Eurozone aus. Dies ist das Ergebnis des Eurogruppen-Gipfels vom gestrigen Abend. Ein Schuldenschnitt, wie ihn der französische Ministerpräsident Manuel Valls noch am Nachmittag in . . .

Countdown für Athen
07.07.2015
ATHEN/BERLIN/PARIS
(Eigener Bericht) - Unmittelbar vor dem heutigen Eurogruppen-Gipfel weicht Berlin keinen Millimeter von der Forderung nach der Unterordnung Griechenlands unter seine Austeritätspolitik ab. Die Voraussetzungen für ein neues Hilfsprogramm seien "zurzeit nicht gegeben", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Abend in Paris. Sie war in der französischen Hauptstadt mit Präsident François Hollande zusammengetroffen, um die nach . . .

Die erste Niederlage
06.07.2015
ATHEN/BERLIN/PARIS
(Eigener Bericht) - Mit dem "Nein" beim gestrigen Referendum in Griechenland muss Deutschland erstmals eine schwere Niederlage beim Oktroy seiner Spardiktate hinnehmen. Rund 61 Prozent der Wähler wiesen am Sonntag eine Übereinkunft Griechenlands mit seinen Gläubigern zurück, die eine Fortsetzung der deutschen Austeritätspolitik vorsah. Für Berlin wiegt die Niederlage umso schwerer, als deutsche Politiker sich . . .

Das Referendum als Chance
03.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Unverhohlene Aufrufe zum Sturz der demokratisch gewählten Regierung Griechenlands werden in deutschen Medien laut. "Syriza muss fallen!", fordert eine bekannte deutsche Illustrierte. Leitmedien berichten, das Bundeskanzleramt und führende Minister in Berlin seien sich "einig", mit "der derzeitigen Regierung" in Athen sei "kein Staat zu machen". Zuvor hatte das deutsche Veto gegen sofortige . . .

Zum Teufel gejagt
01.07.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Bundesregierung hat am gestrigen Dienstag ein letztes Verhandlungsangebot aus Griechenland zur Verlängerung des EU-Hilfsprogramms zurückgewiesen. Vor dem griechischen Referendum, das am Sonntag stattfinden soll, sei Berlin nicht mehr zu Gesprächen mit Athen bereit, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Nachmittag mit. Entsprechend lehnte die Eurogruppe am Abend einen Kompromissvorschlag von Ministerpräsident Alexis . . .

Austerität um jeden Preis
29.06.2015
ATHEN/BERLIN/BRÜSSEL
(Eigener Bericht) - Die Berliner Spardiktate treiben mit Griechenland den ersten Staat in Richtung Abschied aus der Eurozone. Nach der Ankündigung der griechischen Regierung, die Erfüllung der jüngsten Austeritätsforderungen aus Berlin und Brüssel von einer Zustimmung der Bevölkerung in einem Referendum abhängig zu machen, hat die Eurogruppe am Samstag die Verhandlungen mit Athen über eine . . .

Die strategische Flanke
18.06.2015
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Geostrategische Motive leiten die deutsche Forderung nach neuen Haushaltskürzungen in Griechenland zwecks Verbleibs des Landes in der Eurozone. Steige Athen aus der Währung aus, dann drohten die Eurozone und möglicherweise sogar die EU weitere Risse zu bekommen, warnt Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Es sei seine "Sorge", dass Berlin und Brüssel dann in der . . .

Von Irrläufern, Zockern und Bürschchen
17.06.2015
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Mit immer gröberen Beleidigungen überziehen hochrangige deutsche Politiker vor dem morgigen EU-Finanzministertreffen die Regierung Griechenlands. Ministerpräsident Alexis Tsipras sei "ein freche(s) Bürschchen" und solle sich "hinter die Ohren schreiben", dass die - von Berlin inspirierten - EU-Vorschriften einzuhalten seien, dekretiert der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Finanzminister Gianis Varoufakis sei "ein politischer . . .

The Schenker Papers (II)
29.04.2015
BERLIN/THESSALONIKI/ATHEN/NEW YORK
(Eigener Bericht) - Auf dem ungewöhnlichen Weg über einen Medienbericht hat das griechische Staatsoberhaupt um Einladung nach Berlin gebeten und der Bundesregierung den Verzicht auf Zwangsmaßnahmen wegen deutscher Verbrechensschulden angeboten. Damit bestätigt der griechische Präsident auf höherem diplomatischem Niveau eine identische Festlegung von Regierungschef Tsipras bei dessen kürzlichem Besuch im Berliner Bundeskanzleramt. Laut Interview mit . . .

Rückzahlung gefordert
22.04.2015
THESSALONIKI
Die Jüdische Gemeinde von Thessaloniki und der "Zug der Erinnerung" fordern die Rückzahlung der in Griechenland erpressten Einnahmen aus den antisemitischen "Reichsbahn"-Deportationen. german-foreign-policy.com dokumentiert ihr Schreiben an die Deutsche Bahn AG. . . .

Dringender Appell
22.04.2015
THESSALONIKI/ROM/BERLIN
(Eigener Bericht) - In einem gemeinsamen Schreiben an die Deutsche Bahn AG fordern die Jüdische Gemeinde von Thessaloniki und der "Zug der Erinnerung" die Rückzahlung der in Griechenland erpressten Einnahmen aus den antisemitischen "Reichsbahn"-Deportationen. Das staatseigene Bahnunternehmen hatte für seine Beihilfe zum Massenmord an mehr als 58.000 griechischen Juden von den Opfern Fahrkarten verlangt und . . .

Geschlossen unter deutscher Führung
08.04.2015
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Vor dem heutigen Moskau-Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras setzt Berlin Athen heftig unter Druck. Es sei "nicht akzeptabel", wenn Griechenland im Gegenzug gegen etwaige russische Finanzhilfen von der deutsch geprägten Sanktionspolitik der EU gegen Russland abweiche, warnt der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz. Ähnlich äußern sich weitere Funktionsträger des Bundestages sowie . . .

Unter Geiern
30.03.2015
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Anhaltende Abwehr der Athener Regierung bringt zahlreiche deutsche Vorhaben für den Umbau von Wirtschaft und Verwaltung des griechischen Staates in Gefahr. Federführend sind das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Kurzfristiges Ziel ist die Schließung deutscher Produktionsengpässe durch beschäftigungslose griechische Zulieferer und durch griechische Arbeitslose. Zum mittelfristigen Aktionsprogramm . . .

Praktikum in Deutschland
30.03.2015
BERLIN
Aktuelle Propagandaveröffentlichungen der "Deutsch-Griechischen Vereinigung" (DGV) bewerben die Arbeitsmigration stellungsloser Griechen, das hohe Niveau der deutschen Ausbildung und die deutsche Gastfreundlichkeit. Die Texte muten wie literarische Karikaturen auf die tragische Deutschland-Begeisterung angeworbener ausländischer Arbeitskräfte an, die die Nutzung sogenannter Gastarbeiter seit den Zeiten des Deutschen Kaiserreichs begleitete - die NS-Zeit inklusive: 1938 arbeiteten rund 80.000 . . .

Ein trauriger Tag
13.03.2015
THESSALONIKI/BERLIN
(Eigener Bericht) - Am kommenden Sonntag gedenkt die jüdische Gemeinde Thessalonikis der etwa 50.000 Deportierten, die ab 15. März 1943 in 19 Bahntransporten mit jeweils 40 Güterwagen in die Vernichtungslager Auschwitz und Treblinka verschleppt wurden. Nur wenige kehrten zurück. Die internationalen Feierlichkeiten werden von der deutschen Weigerung überschattet, für die Schäden an Leib und Leben . . .

Die Bilanz des Spardiktats
06.03.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin hat von Griechenland seit dem Beginn der Eurokrise mehr als eine Drittelmilliarde Euro kassiert - als Zinsen für sogenannte Hilfskredite. Dies bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage im Bundestag. Demnach werden in den kommenden Jahren noch weitere Millionenbeträge in Form von Zinsen aus dem krisengeschüttelten Land in den . . .

Teutonische Arroganz
02.02.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit ultimativen Forderungen reagieren Berliner Politiker auf die Forderung der griechischen Regierung nach einem Schuldenschnitt und den Hinauswurf der EU-Troika aus dem Land. "Tsipras ist gut beraten, seine Angriffe auf Angela Merkel zu beenden", droht der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD): "Auf die Deutschen einzuprügeln" sei "kurzsichtig". Staatsfinanzierte deutsche Medien beschimpfen . . .

Europas Seele
30.01.2015
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit massivem Druck nötigt Berlin die neue griechische Regierung zur Preisgabe zentraler politischer Positionen. Ein Schwerpunkt liegt zunächst darauf, Griechenlands Bemühungen um eine eigenständige Annäherung an Russland zu brechen. Er habe "mit Entsetzen" registriert, dass Athen sich Sanktionen gegenüber Russland verweigern wolle, erklärt der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD): Er habe . . .

Domino-Effekt
20.01.2015
BERLIN/THESSALONIKI
(Eigener Bericht) - Mit massiven Eingriffen in die staatliche Souveränität Griechenlands sichern Berlin und die EU ihre politische Herrschaft über Südosteuropa. Wie Dokumente der in Athen ansässigen EU-Kontrollkommission unter Führung zweier deutscher Beamter belegen, erhält die Athener Regierung Anweisungen, wie das griechische Parlament zu umgehen sei. Den absehbaren Folgen dieser Eingriffe, die Proteste hervorrufen und . . .

Plan B für Griechenland
17.12.2014
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Vor den heute beginnenden Präsidentschaftswahlen in Griechenland bereitet sich Berlin auf ein mögliches Scheitern der dortigen Regierung und einen Sieg der linken Oppositionspartei Syriza bei darauf folgenden Neuwahlen vor. Sollte das Regierungslager für seinen Kandidaten Stavros Dimas in keiner der drei Wahlrunden die erforderliche Mehrheit erhalten, muss Anfang nächsten Jahres das Parlament . . .

Kein Licht am Ende des Tunnels
24.09.2014
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Rekord-Arbeitslosigkeit und Massenverarmung überschatten den gestrigen Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras in Berlin. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Land bescheinigt, eine positive Entwicklung genommen zu haben, bleibt die soziale Situation dort verheerend. Die maßgeblich von der Bundesregierung oktroyierte Austeritätspolitik hat zu einer Arbeitslosen-Quote von 27,8 Prozent geführt. Zudem gehen die Realeinkommen . . .

Todesursache: Euro-Krise
11.04.2014
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit ihrer heutigen Griechenland-Reise will Bundeskanzlerin Angela Merkel der wegen ihrer Sparprogramme scharf kritisierten Athener Regierung für die anstehenden Europa- und Kommunalwahlen den Rücken stärken. Während die CDU-Politikerin Athen "Erfolge" bei seinen drastischen Ausgabenkürzungen bescheinigt, zeigen sich die negativen Folgen des von Berlin oktroyierten Austeritätskurses immer offensichtlicher. Besonders im Gesundheitsbereich stellt sich . . .

Bis heute ohne Entschädigung
05.03.2014
ATHEN
german-foreign-policy.com dokumentiert leicht gekürzt einen Offenen Brief von Manolis Glezos an den deutschen Bundespräsidenten anlässlich dessen Griechenland-Reise. Glezos kämpfte im Widerstand gegen die NS-Besatzung und ist Vorsitzender des Nationalrats für die Einforderung der Kriegsschulden Deutschlands gegenüber Griechenland. . . .

Erbe ohne Zukunft
05.03.2014
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit einem Besuch des Bundespräsidenten reagiert Berlin auf anhaltende Forderungen aus Athen nach Entschädigung für NS-Massenverbrechen in Griechenland. Nach längerem Vorlauf hat das griechische Parlament in der vergangenen Woche einen Ausschuss eingesetzt, der mögliche Reparationsforderungen prüfen soll. Es gehe dabei, so heißt es, um einen hohen Milliardenbetrag. Joachim Gauck wird in den . . .

Deutsche Aktionärsschützer gegen Griechenland
16.01.2014
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutsche Kleinanleger prozessieren gegen Griechenland und fordern von dem krisengeschüttelten Staat Schadensersatz für nominelle Verluste aus dem Schuldenschnitt vom Frühjahr 2012. Die "Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz", in der sich zahlreiche Privatinvestoren zusammengeschlossen haben, beziffert die Zahl der klagewilligen Deutschen auf bis zu 1.000. Ein Großteil von ihnen hat die in Rede stehenden . . .

Millionen für Milliarden
06.01.2014
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Neue Korruptionsvorwürfe aus Griechenland belasten führende deutsche Rüstungsfirmen. Wie ein früherer Mitarbeiter des griechischen Verteidigungsministeriums und mehrere Mittelsmänner der Rüstungsindustrie bekräftigen, haben deutsche Waffenschmieden Bestechungsgelder in Millionenhöhe bezahlt, um Athen zum Kauf von deutschem Kriegsgerät im Wert von mehreren Milliarden Euro zu bewegen. Genannt werden unter anderem Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall. Die . . .

Die Strategie der Spannung
29.11.2013
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Verelendung zunehmender Teile der griechischen Bevölkerung unter dem Druck der deutschen Spardiktate begünstigt in wachsendem Maße das Erstarken der extremen Rechten. Dies zeigen Analysen über den griechischen Rechtsextremismus und aktuelle Umfrageergebnisse. Demnach profitieren von den politischen Verwerfungen, die aus dem Berliner Austeritätszwang resultieren, immer stärker ultrarechte bis neonazistische Parteien, die personell . . .

Austerität tötet
25.07.2013
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Die unter deutscher Federführung realisierte Umgestaltung des griechischen Gesundheitssystems schreitet voran. "Ein finaler Fahrplan soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres vorliegen", teilt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf Anfrage mit. Defizite macht die Bundesregierung unter anderem im Fehlen einer "effektive(n) Kostensteuerung" sowie vor allem "wettbewerbliche(r) Elemente" aus. In einem "Memorandum of Understanding" (MoU) . . .

Auspressen und verdrängen
17.12.2012
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Das deutsche Spardiktat treibt Griechenland auch nach den jüngsten finanziellen "Rettungs"-Operationen tiefer in den wirtschaftlichen und sozialen Abgrund. Das Land befinde sich ökonomisch weiterhin "im freien Fall", heißt es beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Weil die von Berlin oktroyierte Austeritätspolitik keinerlei Spielräume für wachstumsfördernde Maßnahmen lässt, rechnen Experten von der Citibank mit . . .

Nur Missverständnisse
10.10.2012
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Begleitet von Massenprotesten hat die deutsche Kanzlerin am gestrigen Dienstag in Athen sich um neue Chancen für deutsche Firmen bemüht. Die Privatisierung von Staatsbetrieben und Infrastruktur müsse beschleunigt werden, hieß es bereits vor Merkels Reise in Berlin. Die Kanzlerin habe die Abwicklung der DDR-Unternehmen gut in Erinnerung und wisse seither, wie man . . .

Nicht mehr lange im selben Club
25.07.2012
BERLIN/MADRID/ATHEN
(Eigener Bericht) - Spanische Politiker warnen vor einer Spaltung der Euro-Zone durch die Krisenpolitik Berlins. Hinter der Weigerung, dem krisengeschüttelten Spanien wirksame Unterstützung etwa durch Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank zukommen zu lassen, könne sich die Absicht verbergen, die Länder Südeuropas aus der Euro-Zone zu zwingen, wird ein hochrangiger Funktionär der spanischen Regierungspartei Partido Popular (PP) . . .

Der Berliner Todeswunsch
22.05.2012
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Vor dem EU-Gipfel am morgigen Mittwoch gewinnen die innereuropäischen Auseinandersetzungen um den wirtschaftspolitischen Krisenkurs dramatisch an Schärfe. Auf dem Gipfeltreffen will der neu gewählte französische Staatspräsident François Hollande offiziell die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen ("Eurobonds") fordern, um die hohe Zinslast der südeuropäischen Krisenländer zu senken. Zahlreichen EU-Staaten würden sie helfen, der Rezession . . .

Vom Stellenwert der Demokratie
21.05.2012
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Vor der Neuwahl in Griechenland debattieren die deutschen Eliten unterschiedliche Gewaltszenarien zur Sicherung der Kontrolle über Athen. Diskutiert werden neben der Errichtung eines Protektorats auch ein Putsch sowie die Entsendung von "Schutztruppen" in den südeuropäischen Staat. Das deutsche Spardiktat, das Griechenland in die Verelendung treibt, entfacht einen immer stärkeren Widerstand in der . . .

Das Antlitz der Krise
07.05.2012
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit der gestrigen Parlamentswahl hat für das von deutschen Spardiktaten zerrüttete Griechenland eine neue Phase der Instabilität begonnen. Hochrechnungen bestätigen, dass die beiden großen Parteien des Landes, die bislang die Spardiktate gegen massive Proteste der Bevölkerung durchsetzten, starke Verluste erlitten. Die konservative Nea Dimokratia kommt demzufolge nur auf knapp über 20 Prozent, . . .

Verelendung made in Germany
23.04.2012
BERLIN/MADRID/ATHEN
(Eigener Bericht) - Das deutsche Spardiktat führt in den verschuldeten Ländern der südlichen Eurozone zu neuen ökonomischen und sozialen Verwerfungen. Spanien, das noch Ende März Kürzungen in Höhe von 27 Milliarden Euro vornahm, muss sein Sparprogramm auf 37 Milliarden Euro ausweiten. Immer mehr Kreditnehmer können ihre Schulden nicht pünktlich begleichen; bei einem Zahlungsrückstandsvolumen von 143,8 . . .

Nach dem Modell der Treuhand
17.04.2012
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Staatliche deutsche Stellen und die Deutsche Bank treiben den Ausverkauf von Gemeineigentum in den südeuropäischen Krisenstaaten voran. In Griechenland "berät" die bundeseigene Außenwirtschafts-Förderagentur "Germany Trade and Invest" (GTAI) den "Hellenic Republic Asset Development Fund" (HRADF), der seit Ende März alle Besitztitel an griechischem Staatseigentum hält und dessen Verkauf vorbereitet. Der HRADF arbeitet . . .

Berlins europäische Rezession
16.03.2012
BERLIN
(Eigener Bericht) - Das von Berlin und Brüssel verordnete Spardiktat treibt nahezu alle verschuldeten Länder Südeuropas immer tiefer in die Rezession. Dies zeigen neue Daten über die ökonomische Entwicklung Spaniens, Italiens, Portugals und Griechenlands. Demnach ist etwa die Wirtschaft Portugals im letzten Quartal 2011 um 1,3 Prozent eingebrochen und könnte in diesem Jahr um bis . . .

Europa: Am Rande des Abgrunds, aber deutsch (II)
24.02.2012
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Neue Katastrophenmeldungen aus Griechenland bestätigen die fatalen Wirkungen des deutschen Spardiktats. Wie die Athener Regierung mitteilt, wird das Haushaltsdefizit des Landes erneut deutlich höher ausfallen als prognostiziert - nicht wegen angeblich mangelhafter, sondern aufgrund erfolgreicher Sparmaßnahmen, welche die griechische Wirtschaft systematisch in den Kollaps treiben. Immer wieder wird auf Druck Berlins die . . .

Wie im Protektorat
13.02.2012
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Gegen heftige Massenproteste hat das griechische Parlament letzte Nacht das jüngste, von der Bundesregierung ultimativ geforderte "Sparpaket" verabschiedet. Demnach werden Einkünfte in der Privatwirtschaft sowie der Mindestlohn und damit auch von diesem abhängige Staatsgehälter um gut ein Fünftel gesenkt; 150.000 Beamte werden entlassen. Zuvor war die Kritik an Berlin, das zuletzt mit . . .

Ein klein wenig Diktatur (II)
30.01.2012
BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Bundesregierung verlangt die Umwandlung Griechenlands in ein Finanzprotektorat der Eurogruppe. Athen habe die ihm verordneten Sparziele im letzten Jahr nicht erreicht und müsse sich daher einem "Haushaltskommissar" unterwerfen, heißt es in einem Papier, das Deutschland in Brüssel zur Zustimmung vorgelegt hat. Der "Haushaltskommissar" sei von den Eurostaaten zu ernennen und solle . . .

Ausgehöhlte Demokratie
04.11.2011
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Unter anhaltendem deutschem Druck droht in Griechenland dem ersten Eurostaat eine "Notregierung" aus parteilosen Fachleuten zur Umsetzung des Berliner Spardiktats. Nachdem Ministerpräsident Giorgios Papandreou von seinen Referendumsplänen Abschied genommen habe, könnten sein Rücktritt und die Bildung eines Expertenkabinetts rasch folgen, heißt es in Athen. Gespräche zwischen Regierung und Opposition haben inzwischen begonnen. . . .

Die Folgen des Spardiktats
05.10.2011
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit anhaltendem Protest reagiert die griechische Bevölkerung auf die erneuten exzessiven Spardiktate der EU. Wie es in Medienberichten heißt, gibt sich die sogenannte Troika aus EU, EZB und IWF, die die von Berlin und Brüssel erzwungenen Athener Kürzungsprogramme überprüfen soll, nicht damit zufrieden, dass die griechische Regierung die Entlassung Zehntausender Staatsbediensteter in . . .

In der Gefahrenzone
16.09.2011
BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - In beispielloser Offenheit drängen hochrangige Politiker und Medien aus EU und USA die Bundesregierung zur Aufgabe ihres Crashkurses in der Eurokrise. Allein mit brutalen Sparmaßnahmen, wie Berlin sie erzwinge, sei Griechenland nicht zu retten, heißt es etwa in Washington. Deutschland drohe wegen der globalen Folgen eines möglichen Zusammenbruchs der europäischen Währung letztlich . . .

Die Widersprüche der Krise
04.07.2011
BERLIN/BRÜSSEL/ATHEN
(Eigener Bericht) - Nach der Verabschiedung der jüngsten drakonischen Sparmaßnahmen durch das griechische Parlament verlangen deutsche Manager neue Vergünstigungen für ausländische Unternehmen in Griechenland. Die "Investitionsbedingungen" müssten umgehend "verbessert" werden, fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und schlägt einen "Businessplan" für Athen vor. Gleichzeitig drängt Berlin darauf, den Ausverkauf griechischen Staatseigentums zu forcieren - . . .

Im Mittelpunkt der Proteste
10.06.2011
ATHEN/LJUBLJANA/BERLIN
(Eigener Bericht) - Das deutsche Spardiktat stößt in der EU auf wachsenden Widerstand. Nach den Massenprotesten in Spanien und den jüngsten Demonstrationen in Griechenland, an denen sich Hunderttausende beteiligten, werden weitere Aktionen angekündigt; sie richten sich ausdrücklich gegen den sogenannten Euro-Stabilitätspakt. Neu ist, dass vor allem in Griechenland Berlin immer stärker zum Ziel der Proteste . . .

Alles muss raus!
27.05.2011
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Deutsche Konzerne bereiten sich auf die Übernahme großer, auf Berliner Druck zum Verkauf stehender griechischer Staatsunternehmen vor. Athen dient etwa der Deutschen Telekom einen Zehn-Prozent-Anteil an der Telefongesellschaft OTE an. Bei OTE war die Telekom bereits 2008 mit einem 30-Prozent-Anteil eingestiegen, musste sich damals aber noch gegen heftigen Widerstand durchsetzen. Darüber hinaus . . .

Steil abwärts
17.05.2011
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin bleibt bei seiner harten Haltung gegenüber dem erneut von der Staatspleite bedrohten Griechenland. Athen werde nur neue Finanzhilfen bekommen, wenn es seinen rigiden Sparkurs abermals verschärfe, erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am vergangenen Donnerstag. In den Berliner Regierungsfraktionen verweigern sich immer mehr Abgeordnete auch dem Euro-Rettungsschirm; die Bundesregierung droht die notwendige Mehrheit . . .

Aus der Krise in die Krise
23.03.2011
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Vor den Beschlüssen über die Euro-Krisenbewältigung beim morgen in Brüssel beginnenden EU-Gipfel stellt die ökonomische Entwicklung Griechenlands den EU-Krisenmaßnahmen ein miserables Zeugnis aus. Athen, das seit letztem Jahr die vor allem von Berlin verlangten harten Sparprogramme umstandslos exekutiert, sieht sich nicht nur regelmäßigen Protesten der Bevölkerung ausgesetzt; zuletzt traten letzte Woche Journalisten . . .

Der Eckpfeiler der Flüchtlingsabwehr
08.03.2011
BERLIN/ATHEN/TUNIS
(Eigener Bericht) - Mit aller Macht sperrt sich Berlin gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem nordafrikanischen Krisengebiet. Nach ihrer Weigerung, in Südeuropa anlandende Flüchtlinge wenigstens anteilsmäßig aufzunehmen, beteiligt sich die Bundesregierung an Maßnahmen, die darauf abzielen, die aus Libyen entkommenen Menschen in Nordafrika zu halten. Aufrufe, wenigstens von Pogromen bedrohte Schwarze aus Libyen in . . .

Bilanz der Nationalismus-Party
12.07.2010
BERLIN
(Eigener Bericht) - Mit großer Zufriedenheit bilanzieren die deutschen Medien die nationalistische Kampagne zur jetzt zu Ende gegangenen Fußball-WM. Man habe in Deutschland "ein paar herrliche Sommertage" verlebt, "durchtränkt von Stolz und Patriotismus", heißt es in der Hauptstadtpresse. Den aufgrund der NS-Verbrechen lange Zeit "außerordentlich problematischen" Umgang mit nationalen Symbolen habe man überwunden, die Deutschlandfahne . . .

Auf den Tod der Opfer setzen
22.04.2010
ROM/WARSCHAU/ATHEN
(Eigener Bericht) - Zur Sicherung von Ansprüchen gegen die Bundesrepublik Deutschland werden Einnahmen der Deutschen Bahn AG in Italien gepfändet. Opfer deutscher Besatzungsverbrechen verlangen die Restitution der ihnen und ihren Familien zugefügten Schäden in Höhe von mindestens 51 Millionen Euro. Berlin verweigert jegliche Zahlung. Deswegen müsse die DB AG "seit März 2009 auf alle Einnahmen . . .

Inseln verkaufen
04.03.2010
Deutsche Politiker fordern Griechenland zum Verkauf staatlichen Eigentums auf. . . .

Das Ende der Souveränität (III)
02.03.2010
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Angesichts der Finanzkrise in Griechenland ziehen Regierungsberater in Berlin neue Einschränkungen der Souveränität von EU-Mitgliedstaaten in Betracht. Man müsse diskutieren, "ob und wie ein frühzeitigerer Durchgriff auf die nationale Fiskalpolitik möglich sein sollte", fordert die Stiftung Wissenschaft und Politik in einer aktuellen Analyse. Hintergrund sind Schwierigkeiten, die Lage in Griechenland unter Kontrolle . . .

Vor dem Sturm
16.02.2010
ATHEN/BRÜSSEL/BERLIN
(Eigener Bericht) - Angesichts der harten Haltung Berlins bei der Verhängung von EU-Zwangsmaßnahmen gegen Griechenland warnen Beobachter vor offenen Straßenprotesten gegen Deutschland. Die Bundesregierung verweigert Athen nicht nur konkrete Hilfszusagen im Kampf gegen seine Verschuldung; auch die dramatischen Kürzungen bei Löhnen und Arbeitsstellen, die die EU-Finanzminister am gestrigen Montag bestätigt haben, wurden maßgeblich auf Druck . . .

Das Ende der Souveränität (II)
04.02.2010
ATHEN/BERLIN
(Eigener Bericht) - Die Europäische Union gibt deutschen Forderungen nach und oktroyiert Griechenland beispiellose Einschnitte im Staatshaushalt. Die Folge sind Stellenabbau, Lohnkürzungen und Steuererhöhungen in erheblichem Umfang. Ursache ist die Sorge Berlins, das griechische Haushaltsdefizit könne zu einer gravierenden Krise führen und den Euro belasten. Wirtschaftskreise spekulieren sogar über ein Ende der europäischen Währungsunion. Die . . .

Das Ende der Souveränität
14.12.2009
LONDON/BERLIN/ATHEN
(Eigener Bericht) - Deutsche Regierungsberater dringen auf konzertierte Maßnahmen zur politischen Neutralisierung britischer Euroskeptiker. Wie es in einem aktuellen Papier der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) heißt, werde die Haltung der britischen Konservativen "den Aktionsradius der EU künftig entscheidend mitbestimmen". Ursache sei, dass die weitgesteckten Möglichkeiten, die sich mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon . . .

Ohne Erfolg
03.10.2008
Trotz massiver Proteste übernimmt die Deutsche Telekom die griechische Telekomfirma OTE. . . .

Kolonialistisch
14.04.2008
ZAGREB/ATHEN/BONN
(Eigener Bericht) - Heftige Proteste in mehreren Staaten Südosteuropas begleiten die Expansion der Deutschen Telekom. Beim griechischen Konzern OTE wehren sich Mitarbeiter gegen die Übernahme durch das Bonner Unternehmen, weil sie Massenentlassungen, Lohnkürzungen und sinkende Standards bei den Arbeitsbedingungen befürchten. Kroatische Gewerkschafter haben bereits im März vor der Telekomzentrale in Bonn demonstriert - wegen sinkender . . .

Krösus
18.03.2008
Die Deutsche Telekom steigt beim größten Telekomanbieter Griechenlands ein und wird damit zu einem Dominator in Südosteuropa. . . .

Land ohne Flüchtlinge
30.01.2008
BERLIN/ATHEN/BISSAU
(Eigener Bericht) - Mit einem einheitlichen EU-Grenzüberwachungssystem soll die von Berlin forcierte europäische Flüchtlingsabwehr perfektioniert werden. Dies bestätigte EU-Innenkommissar Franco Frattini am gestrigen Dienstag beim elften Europäischen Polizeikongress in der Bundeshauptstadt. Mit dem neuen System können nach Europa eingereiste Bürger von Nicht-EU-Staaten, die nicht pünktlich mit Ablauf ihres Visums ausreisen, EU-weit zur Fahndung ausgeschrieben werden. . . .

Unbedingt verhindern
10.05.2007
FLORENZ/DISTOMO/BERLIN
(Eigener Bericht) - Das Oberlandesgericht Florenz hat die Forderungen der Opfer deutscher NS-Verbrechen in Griechenland für vollstreckbar erklärt. Damit werden über 30 Millionen Euro fällig, die der deutsche Staat den griechischen Klägern schuldet. Der Entschädigungsbetrag kann ab sofort in Italien gepfändet werden, nachdem ein ähnliches Pfändungsverfahren in Griechenland aufgrund politischen Drucks abgewiesen worden war. "Wir . . .

Weder Sieger noch Besiegte
19.02.2007
ZAGREB/ROM/BERLIN
(Eigener Bericht) - Nach dem Scheitern einer Regressklage für die Opfer deutscher Kriegsverbrechen werden Regressverfahren für die Täter angekündigt. Man fordere "Schadensersatz" und die "Rückgabe" früheren Eigentums, heißt es in einem Aufruf, mit dem europaweite Ansprüche sogenannter Vertriebener angemeldet werden. Im Zweiten Weltkrieg gehörten sie zum Tross der NS-Besatzer und ihrer Verbündeten oder boten den . . .

Sieger im Kalten Krieg
23.01.2007
BELGRAD/ATHEN/MADRID/BERLIN
(Eigener Bericht) - Griechenland bemüht sich um ein Defensivbündnis gegen die deutsche Südosteuropa-Politik. Anlass ist die bevorstehende Abtrennung des Kosovo, die maßgeblich von Berlin betrieben wird. Wie es in Athen heißt, wolle man mit den neuen EU-Mitgliedern Bulgarien und Rumänien eng kooperieren, um Maßnahmen gegen die weitere Zerstörung souveräner Staaten in der Region zu treffen. . . .

Deutsche Pogrome (III)
12.11.2006
BERLIN/MÜNCHEN/APOLDA/ATHEN
german-foreign-policy.com beschließt sein Schwerpunktthema mit aktuellen Berichten, Analysen und Interviews. Im Mittelpunkt steht die Sühne der Täter, deren Bestrafung die Opfer zwar nicht zum Leben erweckt, aber die Wiederholung des Leidens in neuen Pogromen möglichst ausschließen will - durch das drohende Beispiel der vollzogenen Strafe, durch Täterverdammnis und die Ehrung der Opfer. Die Massaker deutscher Soldaten . . .

Parteiübergreifende Steuerungsgruppe
19.10.2006
FLENSBURG/BOLZANO/BAGDAD/ATHEN
(Eigener Bericht) - Bei den Vorbereitungen zur territorialen Zerschlagung des Irak in drei Staatsparzellen ("Autonomie") helfen deutsche Ethno-Spezialisten. Die Teilung wird von einer "Studiengruppe" des US-Kongresses unter Vorsitz des ehemaligen Außenministers James Baker vorbereitet. Demnach müsse der Irak in "autonome Regionen" aufgespalten werden. "Autonomie"-Lehrgänge für die zukünftigen Regionalverwalter im Irak führt die "Europäische Akademie Bozen" . . .

Zur Ausnahme werden
04.10.2006
BERLIN/WARSZAWA/VALLETTA
(Eigener Bericht) - Ein Jahr nach der Arbeitsaufnahme der EU-Grenzschutzagentur Frontex am 3. Oktober 2005 verlangt der deutsche Innenminister neue Kompetenzen für die in Warszawa angesiedelte Behörde. Die Institution sei "bislang unzureichend mit Befugnissen und Personal ausgestattet", erklärt Wolfgang Schäuble vor dem bevorstehenden zweiten größeren Frontex-Einsatz, der die Flüchtlingsjagd vor der libyschen Küste intensivieren soll. . . .

Schicksal
06.03.2006
Das höchste deutsche Gericht erklärt Überlebende eines SS-Massakers in Griechenland zu Opfern eines "allgemeinen, wenn auch harten (...) Kriegsschicksals" und verweigert ihnen die Zahlung einer Entschädigung. . . .

Schwere Zeiten
10.12.2005
Griechische Einzelhändler geraten durch die Expansion großer deutscher Handelsketten in zunehmende Bedrängnis. . . .

... Europa verweigert
13.05.2005
MITTENWALD/ATHEN/ROM
(Eigener Bericht) - Unter Beteiligung deutscher Militärabordnungen gedenken am kommenden Pfingstwochenende staatliche Repräsentanten aller Ebenen der Toten eines NS-Mordschwadrons. Die Einheit ( ,,Gebirgsjäger'') überwachte das Massaker an mehreren Tausend Zivilisten im besetzten Lviv (Lemberg), war in die Deportation griechischer Bürger in Athen verwickelt und beging Kriegsverbrechen auf der ionischen Insel Kephallonia. Den Soldaten werden Tötungen und Morde an mindestens 8.000 Menschen zugerechnet. Die kommenden . . .

Roma chiama Berlino
28.12.2003
ROMA (Eigener Bericht)
Um die Zahlung erheblicher EU-Subventionen fortzuschreiben und dem Zusammenbruch der italienischen Tabakproduktion zu entgehen, erbittet die römische Regierung das Wohlwollen Berlins. Auch Spanien, Portugal und Griechenland sind von deutschen Voten abhängig, mit denen über Beihilfen für Baumwolle, Olivenöl und Zucker entschieden wird. Die Berliner Regierung lehnt EU-Agrarzahlungen in der bisherigen Höhe ab und trägt damit zur Verschärfung von Verteilungskämpfen in den Mittelmeerstaaten bei. . . .

Deutsche Medienmacht in Südosteuropa
18.10.2003
ESSEN
Der deutsche WAZ-Konzern - bereits jetzt der dominierende Zeitungsverlag in Südosteuropa - baut seine Vorherrschaft weiter aus. Neben weiteren Übernahmen soll die Kooperation mit dem größten Zeitungsverlag Griechenlands die weitere Expansion des deutschen Medienkonzern befördern. . . .

Am 3. Oktober...
03.10.2003
LIGIADES (Eigener Bericht)
Aktuelle Untersuchungen über die deutsche Okkupation Griechenlands fördern unbekannte Einzelheiten über Massenverbrechen im Gebiet Epirus und Ioannina (bei Patras) zu Tage. Nach Informationen des Historikers Alekos Raptis begingen Teile der 1. Gebirgsjäger-Division ( ,,Edelweiss") heute vor 60 Jahren im Dorf Ligiades eines ihrer ungesühnten Massaker. . . .

Visionen
23.09.2003
DRESDEN (Eigener Bericht)
Deutsche Industrie- und Handelskammern sichern den wirtschaftlichen Einfluss ihrer Mitgliedsbetriebe auf die östlichen Nachbarstaaten, indem sie in den Grenzregionen ein ,,Netzwerk"aufbauen, das polnische und tschechische Konkurrenten dominiert. Die entsprechenden Mittel beziehen die deutschen Betreiber zu 80% von der EU, die im Rahmen eines Förderprogramms für Grenzregionen allein im laufenden Jahr 23 Millionen Euro vergibt. . . .

Irreführung
15.09.2003
ARGOSTOLI (Eigener Bericht)
Schwere Vorwürfe haben Teilnehmer einer internationalen Tagung gegen die deutsche Justiz erhoben, der Verschleppung und Betrug bei den Ermittlungen wegen eines der größten Wehrmachtsverbrechen des Zweiten Weltkriegs vorgeworfen wird. Das Massaker, bei dem mehr als 5.000 italienische Soldaten liquidiert wurden, fand im September 1943 auf der griechischen Insel Kephallonia statt. Der 60. Jahrestag war Anlass der Historiker-Zusammenkunft, zu der auch Berliner Repräsentanten . . .

Deutscher Preis
10.09.2003
ARGOSTOLI (Eigener Bericht)
Aus Anlass der 60. Wiederkehr eines der größten Wehrmachts-Massaker des 2. Weltkriegs will der deutsche Botschafter in Athen zum ersten Mal der Opfer gedenken und am kommenden Freitag die griechische Insel Kephallonia besuchen. Dort liquidierten deutsche Gebirgsjäger im September 1943 mehr als 5.000 (fünftausend) italienische Soldaten, nachdem sich die ehemaligen Verbündeten ergeben hatten. Der Botschafter-Besuch ergänzt ähnliche Reisen deutscher Repräsentanten an ausgesuchte . . .

Berlin kontrolliert EU-Grenzen
31.08.2003
BERLIN/ALGHERO
Der deutsche Innenminister Schily hat mit Italien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, die Aufgabenverteilung bei der zukünftigen Überwachung der EU-Außengrenzen abgestimmt. Berlin nimmt dabei für sich die Federführung bei der Überwachung der EU-Landgrenzen in Anspruch. . . .

,,Nicht mordqualifiziert"
27.05.2003
MITTENWALD/DORTMUND (Eigener Bericht)
Mehrere deutsche Organisationen rufen zu Protestveranstaltungen gegen ein Treffen ehemaliger Gebirgsjäger der NS-Wehrmacht auf, denen Beteiligung an Kriegsverbrechen in über 5.000 (fünftausend) Fällen vorgeworfen wird. Das Traditionstreffen, bei dem im vorigen Jahr NS-Symbole präsentiert wurden, ohne dass die anwesenden Repräsentanten der Bundeswehr einschritten, findet über Pfingsten in Mittenwald (Bayern) statt. . . .

Und suchen noch immer...
12.01.2003
DORTMUND/ATHEN/ROM (Eigener Bericht)
60 Jahre nach einem der größten Wehrmachts-Massaker des Zweiten Weltkriegs behaupten die deutschen Strafverfolgungsbehörden unverändert, sie seien nicht in der Lage, die verantwortlichen Massenmörder ausfindig zu machen. Die Täter, deutsche Militärs verschiedener Ränge, hatten 1943 rund 8.000 (achttausend) italienische Gefangene umgebracht. Das Gemetzel fand auf der griechischen Insel Kephallonia (bei Patras) statt und führte im Nachkriegsdeutschland zu keiner gerichtlichen Ahndung. Auch bei ihren . . .

,,Keine eigenen Erkenntnisse"
18.12.2002
STRASBOURG (Eigener Bericht)
Mehrere deutsche Organisationen und Persönlichkeiten haben sich in einem Offenen Brief an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt und bitten um eine Entscheidung zu Gunsten griechischer NS-Opfer. Die Bundesrepublik Deutschland, die sich als Rechtsnachfolgerin des NS-Staates bezeichnet, lehnt es ab, Entschädigungen in Höhe von etwa 29 Millionen Euro zu leisten. . . .

Rau: Wusste nicht, was er sagt
15.06.2002
KALAVRYTA (Eigener Bericht)
Bundespräsident Johannes Rau, der im Frühjahr 2000 den griechischen Ort Kalavryta besuchte, um der durch deutsche Soldaten ermordeten Einwohner zu gedenken, ließ sich erst im Anschluss an seine Gedenkrede über die tatsächlichen Massakerereignisse informieren. Offenkundig wusste Rau nicht, wessen er gedenkt und was er sagt, als er eine angebliche ,,Betroffenheit"des deutschen Staates glauben machen wollte. Dies berichtet der Historiker H. F. . . .

Berlin: Keine materielle Entschädigungspflicht für NS-Verbrechen
03.05.2002
BERLIN (Eigener Bericht)
Die Bundesrepublik Deutschland, die sich als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches bezeichnet, weigert sich weiter, für die Verbrechen des Deutschen Reiches in Italien und Griechenland aufzukommen. Bei der Abwehr italienischer und griechischer Opferansprüche ergänzen Auswärtiges Amt und Bundespräsidialamt ihre Rollen. Während das AA Klagen überlebender Opfer der deutschen Okkupation brüsk zurückweist, um einer Zahlungspflicht zu entgehen, reist der deutsche Bundespräsident Rau an die Gräber . . .

Berlin: Keine Reparationen
06.09.2001
ATHEN (Eigener Bericht)
Die Bundesregierung weigert sich, den Nachkommen eines deutschen Besatzungsmassakers im griechischen Distomon (bei Delphi) Entschädigungen zu zahlen. Mehrere interne Papiere des Auswärtigen Amtes erläutern die Berliner Taktik, sich gültigen Reparationsverpflichtungen weltweit zu entziehen. . . .

Squeeze Dry and Obscure
01.01.2000
ATHENS/BERLIN
(Own report) - The German austerity dictate is driving Greece - even after the most recent financial "bail-out" operations - deeper into the economic and social abyss. Economically, the country is still in a "free fall," according to the German Institute for Economic Research. Citibank experts are expecting the Greek economy to shrink by 7.4 . . .

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